FDP zeigt sich entsetzt über BUND

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Bad Honnef – Einen bitteren Vorwurf macht die Orts-FDP Bad Honnef dem BUND und besonders dessen Sprecher Achim Baumgartner. Auf dem letzten Ortsparteitag hätten sich Alt- und Neu-Bad Honnefer entsetzt darüber gezeigt, dass Baumgartner als Vertreter des BUND „ihre Insel, die seit langen Zeiten auch ein Treffpunkt für Kultur war und bleiben soll, diesen Status aberkennen lassen will. Damit will er ihnen Feste und Feiern und am liebsten das Betreten der Insel überhaupt verwehren. Obwohl sie diese Konzerte und ihre Insel ohne Auto zu Fuß, also umweltschonend erreichen können“, erklärte heute die 2. Vorsitzende Krista Ulmen in einer Pressemeldung.

Nicole Westig, Vorstandsmitglied FDP Bad Honnef und Bundestagsabgeordnete zur Inselproblematik

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Da Baumgartner die Möglichkeit des Eilverfahrens nutze, obwohl die Konzerttermine lange bekannt seien, gehe es ihm laut FDP weniger um den „sehr wichtigen Naturschutz“, als darum, den Kulturschaffenden, der Stadt und den Besuchern der Konzerte eine Freude zu nehmen. Damit mache er sich und auch den von ihm vertretenen BUND unglaubwürdig.
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Kartenvorverkauf:
Bad Honnef, Brunnencafé, Kirchstr./Hauptstr.
Bad Honnef-Aegidienberg, Café Schlimbach, Aegidiusplatz
Online: eventime-light.de (zzgl. Gebühr)
Abendkasse: geöffnet ab 18.30 Uhr.
Vorbestellungen: 02224-1237227 oder info@zeughaus-kleinkunst.de

 

Die FDP rechtfertigt ihre Kritik an der Entscheidung des BUND unter anderem auch mit der zeitlichen Eingrenzung der Konzerte. Die würden am frühen Abend beginnen und maximal 3 Stunden dauern. Ulmen: „Sie finden auf der großen Wiese statt, die Brutzeit ist vorbei. Die Vögel, Kaninchen, Eichhörnchen u.a verbringen die Nacht eher selten auf der großen Wiese, sie ziehen die Baumbestände oder wie die Schwäne, Gänsen und Enten das Wasser vor.“

Im Übrigen hätten sich die Tiere in den Jahren an die vielen Menschen gewöhnt, „die auf der Insel mit Schiffen ankommen, oder dort laufen und/oder spazieren gehen, schwimmen oder Tennis spielen, grillen oder einfach den Rhein genießen“.

Für den FDP Stadtverband Bad Honnef
Krista Ulmen stellv.Vorsitzende

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4 Kommentare

  1. Und mich wundert die Reaktion der knapp-über-5-Prozent-Partei nicht. Unternehmerpartei halt. Klientelpolitik sagen die anderen.

    • Was wundert Sie denn dann? Die FDP hat schon vor 50 Jahren Umweltschutz hochgehalten, schätze mal, da waren sie gerade geboren. Ich habe damals dafür gekämpft, dass die Fischreiher in der Siegniederung geschützt wurden. Nur erinnert sich heute keiner mehr daran. Und unsere Insel? Seit 170 Jahren dient sie der Erholung der Bürger mit Schwimmbad, Tennisplätzen, Boulebahn und Außengastronomie. Soll das alles weg?

  2. Der Konflikt wurde im August 2021 und erneut im April 2022 dem Kreis und der Stadt und der Eventagentur schriftlich vorgelegt. Ohne Reaktion. Anfang April wurde eine Beschwerde über den absehbaren und nun vom Gericht bestätigten Rechtsverstoß an das CDU-geführte Landesumweltministerium geschickt, das über diese Beschwerde noch nicht entschieden hat. Der Rechtsweg ist immer der letzte Weg, wenn Verwaltungen zur Konfliktlösung nicht bereit sind. Von Kurzfristigkeit kann also gar keine Rede sein. Offenbar reicht ein Anrufen der Verwaltungen selbst bei eindeutiger Rechtslage nicht zur Konfliktbeilegung aus, das ist außerordentlich bedauerlich.

  3. Und ich zeige mich – wie immer in den letzten Jahren – entsetzt von der FDP. Nun auch von der Bad Honnefer.

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