Funkelnde Geschichtsstücke

Neue Sonderausstellung zum 200-jährigen Bestehen des Mineralogischen Museums

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Bonn – Unter dem Titel „Geschichtsstücke“ zeigt das Mineralogische Museum in seiner neuen Sonderausstellung ausgewählte Sammlungsobjekte anlässlich des 200jährigen Jubiläums. Die Sonderausstellung kann ab dem 31. Oktober 2021 im Poppelsdorfer Schloss besucht werden.

Nicht weniger als einen Einblick in die Wissenschafts- und Museumsgeschichte eröffnet die neue Sonderausstellung im Mineralogischen Museum der Universität Bonn. 1821 als Teil des damaligen Naturhistorischen Museums gegründet, zählt das Mineralogische Museum der Uni Bonn bis heute zu den ältesten Museen überhaupt im Rheinland und ist nicht allein der prominenten Lage im Poppelsdorfer Schloss halber ein fester Teil der Bonner Stadtgeschichte. Seit 1882 ist es ein eigenständiges Museum. Mit der Ausstellung begeht das Mineralogische Museum zugleich sein 65jähriges Bestehen seit der Wiederöffnung im Jahr 1955, zehn Jahre nach Ende des 2. Weltkriegs.

Das Museum versammelt prächtige und unscheinbare, sehr alte und auch neue Stücke aus den Zeiten der Universitätsgründung und der Expansionsjahre ebenso wie aus den Jahren der kriegsbedingten Zerstörung, des Wiederaufbaus und aus der heutigen Forschungsarbeit, insgesamt über 60tausend Mineralien, Metalle und Meteoriten, auch Edelsteine und weitere Objekte. Die Ausstellung zeigt beispielsweise in einer eigenen Themenvitrine einige der Gründungsstücke, darunter eine sogenannte „Eisensau“, die nichts weiter ist als ein Stück Roheisen. Der damalige Museumsdirektor Prof. Dr. Jakob Noeggerath hingegen hielt das Stück zunächst für einen Meteoriten.

„Eigentlich ist jedes Stück unserer Sammlung ein Geschichtsstück. Für die Ausstellung musste ich dann aber natürlich auswählen“, erklärt die Leiterin, Dr. Anne Zacke. Gesteinsbildende sind dabei, ökonomisch wertvolle, besonders seltene Minerale und Gesteine, oder auch die edelsten und schönsten. Auch eine Halit-Stufe aus Polen ist dabei. Dieser Stein wurde von den Eheleuten Husmann gespendet und zählt zu den jüngeren Zuwächsen des Museums.

Dank für viele Spenden

In allen Zeiten waren und Spender und Spenderinnen durch ihre Schenkungen bedeutende Förderer der wissenschaftlichen Erforschung der Steine und Mineralien, nicht zuletzt in den Jahren des Wiederaufbaus. Durch den Krieg sind viele Objekte des Mineralogischen Museums für immer verloren gegangen; durch Spenden kamen immer wieder qualitativ wichtige Objekte hinzu. So ist die neue Sonderausstellung auch ein Dank an alle Schenkenden. Durch sie stehen die Geschichtsstücke und viele weitere Objekte erst dem Studium und der Forschung zur Verfügung, ebenso wie den Gästen der Ausstellungen.

Die Ausstellung umfasst auch eine Rallye für Kinder. An den Dies-Academicus-Tagen finden Sonderführungen statt. Am 19. November 2021 findet eine von der Volkshochschule Bonn angefragte und organisierte Führung statt. Die Anmeldung zu dieser Führung erfolgt ausschließlich über die VHS. Geöffnet ist das Mineralogische Museum mittwochs und freitags von 15 bis 18 Uhr, sonntags von 10 bis 17 Uhr. Der Eintritt ist für Kinder bis einschl. 16 Jahre kostenfrei; Erwachsene zahlen € 2,50, erm. € 1,50. (K.H.)

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