Bad Honnef – Zum Start ins neue Jahr tritt Rhöndorf am Sonntag (04.01./16:00 Uhr) beim Tabellenvorletzten Stahnsdorf an. Von einer Favoritenrolle will Head Coach Max Becker jedoch nichts hören. Verständlich, haben die Dragons doch im Hinspiel eine böse Überraschung erlebt und gegen die TKS 49ers vor heimischer Kulisse verloren. Die Rheinländer sind also eindringlich vorgewarnt.
Die Niederlage gegen das damalige Schlusslicht der Tabelle ist bei den Rheinländern jedenfalls noch lebendig. Kein Wunder, legten die Dragons damals doch eine souveräne erste Halbzeit hin, führten zur Pause mit 50:37 und gingen am Ende doch noch mit 78:83 baden. Ein Szenario, das sich am kommenden Sonntag nicht wiederholen soll. Dazu dürfen sie die Brandenburger keinesfalls noch einmal unterschätzen, wie es im dritten Viertel des ersten Aufeinandertreffens geschehen ist und bitter bezahlt wurde.
Darüber hinaus gilt es, die Wirkungskreise von Leonard Hampel einzuengen. Im Hinspiel war der agile 24-jährige Center mit 20 erzielten Punkten einer der herausragenden Akteure. Daneben tat der 1,93 Meter große Guard Lukas Wagner (22 Pkt.) der Dragons-Defensive extrem weh. Nur die beiden intensiv zu beschatten, reicht allerdings nicht aus, denn Stahnsdorf verfügt über eine starke Kernmannschaft. Das Duo Jenö Pildner (ø 13,5 Pkt.) und Benjamin Faatz (ø 5,9 Pkt./5,4 Reb.) macht auf den Flügelpositionen mächtig Alarm. Carl Ture Peters (ø 8,2 Pkt.) und Carlo Meyer (ø 9,5 Pkt.) kurbeln das Spiel der Stahnsdorfer auf den kleinen Positionen effektiv an. Jeder der Genannten kann zudem jederzeit zweistellig scoren.
Aber nicht nur die Rhöndorfer Defensive muss über die gesamte Spielzeit aufmerksam agieren. Im Hinspiel war vor allem die Offensive der Knackpunkt. Die Zonenverteidigung des Gegners bereitete den Dragons große Probleme – in anderen Begegnungen war sie ebenfalls schon mehrfach eine Achillesferse der Rheinländer. Hier hat man zwischen den Tagen im Training an Lösungen gearbeitet. Grundsätzlich stimmt jedoch die Entwicklungskurve der jungen Truppe von Coach Max Becker, die eindeutig nach oben zeigt. Das trifft allerdings auch auf das Team aus der Nähe von Potsdam zu. Zuletzt haben sich die TKS 49ers mit drei Siegen, unter anderem gegen den Tabellenvierten Schwelm (83:80), wieder nahe an die Nichtabstiegsplätze herangearbeitet und sind Rhöndorf dicht auf den Fersen.
Klaus Beydemüller











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