Unkel/Erpel. Großer Bahnhof im Erpeler Bürgersaal: Vor über 100 geladenen Gästen wurde Heribert Siebertz mit dem Ehrenamtspreis der CDU der Verbandsgemeinde Unkel ausgezeichnet. Die Urkunde überreichte kein Geringerer als Ministerpräsident Gordon Schnieder. Doch der prominente Gast aus Mainz hatte nicht nur lobende Worte für das Ehrenamt im Gepäck, sondern auch zwei handfeste finanzielle Entlastungen, die die vielen Vereine in der Region aufatmen lassen.
Ab 2027: Land übernimmt GEMA-Gebühren für Vereine
„Was Sie leisten, ist unbezahlbar“, betonte Schirmherr Schnieder in seiner Festrede vor den Vertretern zahlreicher lokaler Initiativen. Der Ministerpräsident untermauerte seine Wertschätzung mit konkreten Reformen: Ab 2027 übernimmt das Land Rheinland-Pfalz die GEMA-Gebühren für Vereinsveranstaltungen. Zudem wird bei jedem Finanzamt eine spezialisierte Servicestelle eingerichtet, die ehrenamtliche Vereine in Steuerfragen kostenlos berät. Das Ziel: Kleine Vereine radikal von Kosten und bürmerischen Hürden zu befreien.
Heribert Siebertz: Der Retter der Erpeler Geschichte
Im Mittelpunkt des Festakts stand jedoch das Lebenswerk eines ganz besonderen Erpelers. Der 82-jährige Heribert Siebertz erhielt die Auszeichnung für sein jahrzehntelanges Engagement. Laudator Korbinian Wester, stellvertretender Vorsitzender des CDU-Gemeindeverbandes, würdigte Siebertz als historischen Motor des Ortes.
Siebertz sanierte in Eigenregie das ehemalige Küsterhaus, um dort das historische Archiv Erpels zu sichern und für die Bürger zugänglich zu machen. Zudem treibt er die Restaurierung des Erpeler Neutors voran. „Ehrenamt bedeutet bei ihm eben nicht nur, selbst anzupacken. Es bedeutet auch, andere davon zu überzeugen, dass es sich lohnt, mitzumachen“, so Wester. Siebertz, der auch als langjähriger Tambour-Major aktiv ist, zeigte sich sichtlich gerührt und gab den Dank direkt an seine Ehefrau und seine vielen Helfer weiter.
Politisches Gipfeltreffen in der Verbandsgemeinde
Aufgrund einer aktuellen Pressemitteilung des CDU-Gemeindeverbandes Unkel wird deutlich, wie viel Gewicht dieser Preis in der regionalen Politik hat. Der Gemeindeverbands-Vorsitzende Markus Fischer konnte neben dem Ministerpräsidenten auch die Bundestagsabgeordnete Ellen Demuth, den Landtagsabgeordneten Jürgen Schmied sowie den Kreis-CDU-Chef Jan Petry begrüßen. Ein besonderer Dank ging an Alfons Mußhoff, der die Auszeichnung im Jahr 2007 ins Leben gerufen hatte und die Jury-Leitung nun in jüngere Hände übergab. Die musikalische Gestaltung des feierlichen Abends übernahm die bekannte „Null-Uhr-Kapell“.
Von Redaktion Honnef heute / Quelle: CDU-Gemeindeverband Unkel, Mitteilung von Dr. Heinz Schmitz (redaktionell bearbeitet).










