Bad Honnef – Bauen in Bad Honnef – für diejenigen mit Geld ein Glücksfall, wer weniger hat, bleibt praktisch außen vor. Letztlich versuchen Investoren, mit dem letztmöglichen Bauquadratmeter noch Geld zu machen. Das wirkt sich natürlich auf die Größe der Bauwerke aus. Und die hat es zurzeit bei vielen Projekten in sich.

Besonders gebeutel ist der romantische Stadtteil Rhöndorf. Ein neues Bauprojekt am Frankenweg hat bereits seinen Spitznamen weg: Chinesische Mauer. Schräg gegenüber heben Bagger eine neue Baugrube aus. Dort entstehen 6 Wohneinheiten, zwei Geschosse plus Dachgeschoss. Ebenso wie in der Konrad-Adenauer-Straße 4a.

Anlieger sind darüber nicht amüsiert und stellen Fragen. Klar ist: Rechtlich ist nichts zu beanstanden. Die Frage nach günstigem Wohnraum muss erst gar nicht gestellt werden.

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3 Kommentare

  1. She geehrte Herren,

    es stört mich an ihrem Video, dass hier nur zwei ältere Männer, die in Rhöndorf um ihren Besitzstand zu fürchten scheinen, zu Wort kommen.

    Sicherlich ist ein Stadtteil mit jungen Familien wichtig und lebendiger. Jung wie alt profitieren voneinander und bezahlbarer Wohnraum ist für mich in allen Stadtteilen Bad Honnefs wichtig.

    Mit freundlichen Grüßen

    M. Günther

    • Sehr geehrte Frau Günther,
      es geht in keiner Weise um Besitzstandwahrung. Ihre Art von populistischer Polemik lenkt vom Kernproblem ab, auf das ich versucht habe mit meinem Beitrag hinzuweisen.
      Ich möchte Sie aber – ebenso als in der SPD kommunal tätiger Politiker wie auch sozial engagierter Mitbürger – gerne zu einem persönlichen Gespräch vor Ort einladen, um mich mit Ihnen über die mit solchen Bauvorhaben verbundene Problematik in ihrer ganzen Tragweite persönlich auszutauschen.
      Über eine Antwort von Ihnen würde ich mich freuen.
      Mit freundlichen Grüßen
      Guido Mädje

  2. Sehr geehrte Frau Günther,

    ich pflichte Ihnen bei, dass bezahlbarer Wohnraum einen wichtigen Punkt in der weiteren Entwicklung von Bad Honnef darstellt.

    Die im Bericht gezeigten Bauprojekte entbehren diesem aber:

    1. die aufgerufenen Quadratmeterpreise sind für Familien, die ein Einkommen um den bundesweiten Mittelwert (oder auch leicht darüber) generieren, nicht finanzierbar. Es scheint so aber auch gewünscht zu sein.
    2. zeigen einige Bauprojekte Raumaufteilungen, welche nicht für eine durchschnittliche Familie (2 Kinder) geeignet sind (Beispiel Neubau unterer Frankenweg, am Park): 3 Zimmer Wohnung(en) mit 130-160m2 scheint mir eher für ein Ehepaar ohne (oder mit Erwachsenen) Kindern zugeschnitten zu sein.

    Wir sind eine 4-köpfige Familie mit 2 Einkommen, welche jeweils über dem angesprochenen Durchschnitt liegen.

    Eine Wohnung (4Zi., 100m2) für > 1/2 Millionen € (man MUSS es so schreiben, da 500t € sich nach verhältnismäßig wenig anhört)!? Dies wird im Beitrag ebenfalls deutlich angesprochen.

    Ein Umdenken und Handeln der Politik mit Fokus auf familienfreundliches Bauen ist längst überfällig und wird im begrenzten Raumangebot im Honnefer Tal zu spät kommen. Leider zeigt die Entwicklung in den letzten 5 Jahren, dass immer noch genügend Nachfrage nach den o.g. Immobilien besteht (sonst würden sie nicht gebaut).

    Ich spreche da nicht nur von meiner Familie, aber es scheint wirklich gewünscht zu sein, lediglich für solvente Anleger zu bauen.

    Daher kann ich Ihrem letzten Absatz zwar zustimmen, dieser trifft auf Bad Honnef Tal aber nicht zu. Junge Familien können sich im Tal nahezu kein Eigentum leisten. Oder der Urlaub fällt bis zur Rente aus.

    Eine lange Antwort/zusätzlicher Kommentar, aber ich musste dies hier verfassen.

    Vielen Dank an Honnef heute und alle Beteiligten für diesen Beitrag.

    Mit freundlichen Grüßen
    D. Kampen

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