Gründlicher Gebäude-Check des Kurhauses

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Bad Honnef | Derzeit wird das Kurhaus auf den Kopf gestellt, ein Sanierungskonzept soll erarbeitet werden. Die Mitarbeiter des Gebäudemanagements der Stadt Bad Honnef Jörg Sudmann und Bauphysiker Osama Tchalabi untersuchen das Gebäude. Der laufende Betrieb soll nach Möglichkeit nicht gestört werden.

Der leergeräumte Kursaal bietet einen ungewohnten Anblick. Wo sich normalerweise Menschen zum Feiern, für Konzerte und Empfänge versammeln, werden die Wände und Decken untersucht. Fugenmesser und Messpunkte sind angebracht, um festzustellen, ob sich das Mauerwerk und Fugen verändern.

Die ersten Schäden sind schon behoben. Letztes Jahr wurden alle losen Teile wie Stuck- und Fassadenelemente im Außenbereich entweder gesichert oder entfernt. Feuchte Außenwände am Parkplatz Weyermannallee wurden festgestellt. Dort führt innen der Versorgungsgang entlang. Die Verkleidung im Gang wurde abmontiert und die Fugen und damit das Mauerwerk saniert. Diese Maßnahme ist bereits fertig und die Mauer wieder trocken. Die Entwässerung am Parkplatz wird derzeit ausgeführt.

Der Versorgungsgang

Die Mitarbeiter des Gebäudemanagements haben sich für dieses Jahr die Dachsanierung und die Attikasicherung vorgenommen. Außerdem werden die Risse in der Außenfassade behoben.

Der Kursaal war, nachdem das Grundstück für den Bau des Kurhauses 1901 erworben worden war, im Jahr 1907 eröffnet worden. Das Kurhaus ist in die Denkmalliste der Stadt eingetragen. 1989 war zuletzt mit Renovierungsarbeiten begonnen worden.

Seitdem wurde der Kursaal oft genutzt, was nicht spurlos an ihm vorübergegangen ist. Manch laute Beschallung hat ihm zugesetzt. Jörg Sudmann erklärt: „Auf jeden Fall ist die Kurhaussanierung ein langwieriges Vorhaben. Wir arbeiten auf Hochtouren. Die unschönen Container im Kurgarten sind notwendig, aber bald wieder weg.“ Langfristig wird auch die Decke im Kursaal überarbeitet und der Brandschutz auf den neuesten Stand gebracht.

Die Stadt Bad Honnef ohne ihren Jugendstil- Kursaal ist undenkbar. Wenn erst einmal alles Vermessen sein wird und die bisher unvollständigen Pläne des Kurhauses ergänzt sind, wird es ein umfassendes Konzept für die Instandhaltung und für das, was immer wieder regelmäßig getan werden muss, geben.

Fotos: Christine Pfalz