Halbzeit beim Fahrradklimatest: Königswinter liegt bei der Beteiligung mit vorn

Radfahrer können bis Ende November Fahrradfreundlichkeit in den Gemeinden im Rhein-Sieg-Kreis bewerten – Zu geringe Beteiligung bei einigen kleinen Kommunen

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Foto: ADFC/Klose

Rhein-Sieg-Kreis – Halbzeit beim Fahrradklimatest des ADFC im Rhein-Sieg-Kreis: Rund 1500 Bürgerinnen und Bürger haben bis Mitte Oktober die Fahrradfreundlichkeit ihres Wohnortes oder der Gemeinde bewertet, in die sie zur Arbeit, zur Schule, Uni oder zum Einkaufen pendeln. Damit liegt die Beteiligung im Rhein-Sieg-Kreis um 300 über dem Zwischenstand vor zwei Jahren.

„Wir hoffen, dass die Beteiligung bis Ende November noch einmal kräftig zulegt, denn in manchen Orten haben noch zu wenige Bürger abgestimmt, um in die Wertung zu kommen“, so der 2. Vorsitzende des ADFC-Kreisverbands, Bernhard Meier. 2020 hatten sich im Rhein-Sieg-Kreis 2824 Bürger am Fahrradklimatest beteiligt.

In den Kommunen müssen wenigstens 50 Bürger teilnehmen, damit eine wissenschaftliche Auswertung der Antworten erfolgt. Alle linksrheinischen Kommunen haben die Mindestbeteiligung schon übersprungen, die höchste Beteiligung gibt es linksrheinisch aktuell in Bornheim mit 97. Rechtsrheinisch liegen dagegen noch Eitorf, Much, Neunkirchen-Seelscheid, Ruppichteroth und Windeck unter dem Quorum. Much und Windeck haben aktuell weniger als 40 Teilnehmer, Eitorf hat zur Halbzeit genau die 40 geknackt, Ruppichteroth mit 44 und Neunkirchen-Seelscheid mit 46 Teilnehmern haben gute Chancen, die 50 bald zu schaffen. Die höchsten Teilnehmerzahlen haben rechtsrheinisch Sankt Augustin mit 142, gefolgt von Siegburg (132) und Königswinter (131).

Die Teilnahme am Fahrradklimatest 2022, der vom Bundesverkehrsministerium unterstützt wird, ist noch bis Ende November möglich. Auf der Aktionsseite www.fahrradklima-test.de gibt es einen bundesweit einheitlichen Fragebogen, den man bis zum 30. November 2022 ausfüllen kann.

In 27 gleichbleibenden Fragen werden Sicherheit, Stellenwert und Komfort des Fahrradverkehrs, sowie die Qualität der Infrastruktur bewertet. Dazu kommen dieses Jahr fünf Zusatzfragen zum Radfahren im ländlichen Raum. Dabei geht es darum, ob zentrale Ziele wie Schulen, Einkaufsmöglichkeiten oder Arbeitsstätten mit dem Fahrrad gut erreichbar sind, wie sicher sich die Wege in die Nachbarorte anfühlen, ob für Pendler Fahrradparkplätze an Bahnhöfen vorhanden sind und um die eigenständige Mobilität von Kindern und Jugendlichen. (AxM)

 

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