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Digitaler Unterrricht an Schloss Hagerhof mit Live-Schalte auf den Bio-Bauernhof - Foto: TK-Script

Bad Honnef – Nicht erst seit der Corona-Pandemie steht die Forderung, die Digitalisierung auch in NRW-Schulen stärker zu nutzen. Und Pädagogen wie Umweltfachleute wünschen sich, dass Digitalisierung und Bildung für nachhaltige Entwicklung enger verzahnt werden. Aus diesem Grund hat die Landesvereinigung Ökologischer Landbau NRW e.V. (LVÖ) ein Pilotprojekt entwickelt, das jetzt an den Start geht.

Seit einigen Wochen befassen sich die Schülerinnen und Schüler der Hagerhof-Klasse 7a mit dem Thema Nachhaltige Landwirtschaft und ökologischer Landbau. Als Arbeits- und Projektmaterial haben sie sich selbstständig mit digitalem Unterrichtsstoff versorgt. Erstellt wurde dieses durch die Bundesanstalt für Landwirtschaft und Ernährung sowie die ökologischen Anbauverbände. Anhand eines ausgewählten Bio-Betriebes aus NRW, über den sie online Daten und Fakten sammeln, konnten sie ihr Wissen vertiefen.

Und heute ist es soweit. Bei einer digitalen Fragerunde lernen sie live den Landwirt kennen, über den und dessen Hof sie zuletzt so viel Wissen angehäuft haben. Und viele Fragen sind geblieben oder erst aufgetaucht: Können die Schweine auch nach draußen? Was fressen die Bio-Rinder und wie lange leben sie? Wie wächst denn Getreide und Gemüse ohne Kunstdünger? Überhaupt, wie funktioniert denn Bio? Wer schlachtet Ihre Schweine, Rinder und Hühner? Es gibt noch so viele Fragen, die in den zwei Online-Schulstunden geklärt werden wollen.

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(v.l.) Schulleiter Sven Neufert, und LVÖ-Sprecher Peter Schmidt. Rechts neben dem Bord Projektleiter und Biologielehrer Martin Lehnert. Im Screen Biobauer Klaus Bird – Foto: TK-Script

Peter Schmidt von der Landesvereinigung Ökologischer Landbau ist zufrieden nach dem Start des Projekts: “Mit dem Digitalen Lernprojekt können wir einmal mehr deutlich machen, dass vom Ökolandbau in NRW nicht nur landwirtschaftliche Innovationen ausgehen, sondern wir uns auch gesellschaftlichen Anforderungen stellen.“ Nach den Sommerferien soll das Projekt mit weiteren Schulen aus NRW fortgesetzt werden.

Als vollen Erfolg wertet auch Martin Lehnert, Biologielehrer und Projektleiter an Schloss Hagerhof, das Vorhaben: “Als erste beteiligte Schule in NRW konnten wir deutlich machen, welche Erfolge in Nachhaltigkeits-Bildung über dieses Digital-Projekt zu erzielen sind. Ein für Schüler wie Lehrkräfte interessanter Ansatz, den wir sicher in den nächsten Jahren weiterverfolgen werden.“

Das Projekt „Hallo Bauer, wie geht denn Bio?“ läuft im Rahmen der Aktionstage Ökolandbau  NRW 2021. Initiator der Aktionstage sind die Landesvereinigung Ökologischer Landbau NRW e.V., die Landwirtschaftskammer NRW und das Ministerium für Umwelt, Landwirtschaft, Natur- und Verbraucherschutz (MULNV). Die Kampagne wird vom MULNV gefördert. (M.T.)

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