Installation der Luftfiltergeräte beginnt – Richtiges Lüften bleibt essenziell

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Bonn – Die Bundesstadt Bonn wird am Montag, 24. Januar 2022, mit der Installation der ersten von insgesamt 165 Luftfiltergeräten in Schulen und Kindertagesstätten beginnen.

Mitte Januar 2022 hat der Auftragnehmer, den die Stadtverwaltung mit der Anschaffung beauftragt hatte, die ersten 42 Geräte erhalten. Die Installation erfolgt in Abstimmung mit den jeweiligen Schul- und Kitaleitungen in den entsprechenden Räumen.

„Die Luftfiltergeräte ersetzen nicht das regelmäßige Lüften der Unterrichtsräume in den Schulen und der Betreuungsräume in den Kindergärten, um die Gefahr einer Ansteckung mit dem Coronavirus zu reduzieren.“ Darauf weist Lutz Leide, Betriebsleiter des Städtischen Gebäudemanagements, unter Bezugnahme auf die Ausführungen der Experten im Krisenstab der Stadt Bonn ausdrücklich hin. „Das richtige Lüften der Räume bleibt weiterhin essenziell. Daher soll im Winter gemäß Lüftungsplan des Umweltbundesamtes alle 20 Minuten für drei bis fünf Minuten sowie während der gesamten Pausen stoßgelüftet und – wenn möglich – quergelüftet werden. Bei der Querlüftung werden Fenster und Türe gleichzeitig geöffnet. Hierbei handelt es sich um die effektivste Lüftungsart, da sie die höchste Luftwechselrate bewirkt“, so Leide.

Die Geräte werden sukzessive in folgenden Schulen und Kindertagesstätten aufgestellt: Kita Annaberger Straße 186, Kita Waldenburger Ring 30, Königin-Juliana-Schule, Derletalschule, Schule am Hügel, Kettelerschule, Gotenschule, Beethovenschule, Robert-Koch-Schule, Gemeinschaftsgrundschule Heiderhof, Freiherr-vom-Stein-Realschule, Tannenbusch-Gymnasium, Katholische Hauptschule St. Hedwig, Carl-von-Ossietzky-Gymnasium, Clara-Schumann-Gymnasium, Beethoven-Gymnasium und Heinrich-Hertz-Berufskolleg. Nach heutiger Planung sollen bis Mitte Februar die Luftfiltergeräte in Betrieb sein.

Hintergrund

Der Krisenstab der Stadt Bonn hatte Anfang August 2021 die Beschaffung und Aufstellung der Luftfiltergeräte beschlossen, um damit die Gefahr der Ansteckung mit dem Coronavirus zu verringern. Dabei hatte er sich an der Klassifizierung des Umweltbundesamtes (UBA) für Schul- und Kitaräume orientiert, die die Räume in drei Kategorien unterteilt.

• Räume der Kategorie 1 sind ohne weitere technische Maßnahmen nutzbar, da sie entweder mit einer raumlufttechnischen Anlage ausgestattet sind oder die Fenster so weit geöffnet werden können, dass die Räume ausreichend gelüftet werden.
• Räume werden in die Kategorie 2 eingestuft, wenn keine raumlufttechnische Anlage vorhanden ist oder die Fenster nur kippbar sind bzw. Lüftungsklappen mit minimalem Querschnitt vorhanden sind. In Bonn wurden 150 Räume in Kitas und Schulen der Kategorie 2 zugeordnet. Zusätzlich wurden 15 weitere Luftfiltergeräte als Reserve bestellt.
• Räume der Kategorie 3 können gar nicht belüftet werden. Diese Räume wurden aus der Nutzung genommen

Die Lieferung der Luftfiltergeräte hatte sich auf Grund der weltweiten Lieferengpässe mehrfach verzögert. Die Luftfilter, inklusiver einer Pauschale für Wartung, werden über das „Lüftungsprogramm für Kindertageseinrichtungen und Schulen“ des Ministeriums für Heimat, Kommunales, Bau und Gleichstellung des Landes NRW gefördert.

 

 

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