Bad Honnef. Verschwindet das rote Herz aus dem Erscheinungsbild der Stadt – zumindest schleichend? Diese Frage wirft die Partei Volt Deutschland in einer aktuellen Pressemitteilung auf und sorgt damit für neue Diskussionen rund um das Stadtmarketing in Bad Honnef.
Nach Angaben von Volt sei aufgefallen, dass das Herz – lange Zeit prägendes Element der Außendarstellung – in verschiedenen Ankündigungen, Plakaten und sogar in Briefköpfen fehle. Für die Partei entsteht dadurch der Eindruck, dass sich die Stadt schrittweise von diesem Symbol verabschieden könnte.
Herz als identitätsstiftendes Symbol
Das rote Herz wurde im Zuge einer umfassenden Marketingkampagne ab 2014 etabliert und spätestens mit dem sogenannten „Bürgerwappenfest“ im Jahr 2017 fest im Stadtbild verankert. Es sollte – so die damalige Idee – Lebensfreude und Gemeinschaft symbolisieren und entwickelte sich rasch zu einem wiedererkennbaren Markenzeichen. Ob auf Taschen, Broschüren oder als Selfie-Point: Das Herz fand breite Akzeptanz in der Bürgerschaft und auch bei lokalen Betrieben.
Volt erinnert in diesem Zusammenhang daran, dass der Stadtrat 2017 zwar das offizielle Wappen in seiner bisherigen Form bestätigte, zugleich aber beschloss, für die Außendarstellung bevorzugt Logo und Claim der neuen Dachmarke zu verwenden. Eine klare Festlegung auf ein „Bürgerwappen“ mit Herz blieb jedoch aus.
Offene Fragen zur künftigen Nutzung
Vor diesem Hintergrund stellt Volt nun mehrere Fragen:
Wie soll das „Bürgerwappen“ künftig aussehen – mit oder ohne Herz? Wann kommt welche Variante zum Einsatz? Und welche Kosten entstehen durch mögliche Umstellungen?
Gerade weil das Herz inzwischen auf zahlreichen städtischen Anwendungen präsent ist – von Dienstfahrzeugen über Arbeitskleidung bis hin zu Publikationen – sei unklar, ob bestehende Darstellungen entfernt oder lediglich bei Neuanschaffungen angepasst werden sollen.
Kritik an fehlender politischer Debatte
Die Partei betont, dass es angesichts anderer Herausforderungen zwar wichtigere Themen gebe. Dennoch sei es angesichts der erheblichen Investitionen in die Markenentwicklung und der breiten Akzeptanz in der Bevölkerung verwunderlich, dass eine mögliche Veränderung nicht offen im Stadtrat diskutiert worden sei.
Volt kündigt an, die Entwicklung weiter zu verfolgen und dem „Herz“ in der Außendarstellung der Stadt nachzugehen.










Das Neuhoff-Wappen ist mit seinem Initiator in der Versenkung verschwunden. Gut so.