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Mehr InformationenBad Honnef. „Ja, wenn dat Trömmelche jeit!“ Noch siebenmal schlafen, dann beginnt im Rheinland wieder die fünfte Jahreszeit. Im Foyer des Bad Honnefer Rathauses war die Vorfreude darauf schon am Mittwochabend deutlich zu spüren. Der Festausschuss Siebengebirge stellte die Tollitäten der kommenden Session vor – und hatte gleich zwei Dreigestirne im Gepäck: eines für die Großen und eines für die Kleinen.
Eine Konstellation, die auch kommunalpolitisch Charme hat: Das große Dreigestirn kommt aus Bad Honnef, die Kindertollitäten aus dem benachbarten Rheinbreitbach in Rheinland-Pfalz. Eine generationsübergreifende, interkommunale Narretei über Landesgrenzen hinweg.
Für die KG Große Selhofer ist die Session eine ganz besondere. Die Gesellschaft blickt auf ihr 100-jähriges Bestehen zurück. Die Rheinbreitbacher KG „Me haalen et us“ kann sogar auf eine noch längere Geschichte verweisen. Sie feiert das 125. Jubiläum.
Dann ließ Stefan Meyer, Präsident der KG Große Selhofer, endlich die Katze aus dem Sack: Prinz der Session wird Stefan Wolf. Er ist ein Ur-Selhofer und zudem Enkel eines Mitbegründers der Gesellschaft.
An seiner Seite steht Jungfrau Rosi, bürgerlich Jürgen Lange. Er ist seit 2022 Senatspräsident der Großen Selhofer. Das Dreigestirn komplettiert Bauer Thomas Heindl, ebenfalls ein Selhofer durch und durch. In früheren Jahren machte er sogar als echter „Dreamboy“ von sich reden.
Auch das Kinderdreigestirn hat einen besonderen Bezug zur Badestadt. Prinzessin Charlotte I., Jungfrau Charlotte und Bäuerin Ella besuchen allesamt Schulen in Bad Honnef.
Die Proklamation der großen Siebengebirgstollitäten findet am 12. November im Saal Kaiser statt. Die kleinen Tollitäten werden am 21. November 2026 in Rheinbreitbach proklamiert.
Im Rathaus wurde an diesem Abend nicht nur die närrische Vorfreude geweckt. So krächzte hörbar die Lautsprecheranlage auf den letzten Löchern. Und weil das Öffnen des städtischen Säckels angesichts der angespannten Haushaltslage derzeit ebenfalls nicht gerade geschmeidig läuft, beugte Bürgermeister Philipp Herzog schon einmal vor. Er freue sich auf den Karnevalssamstag. Da aber jeder wisse, dass die Stadt klamm sei, gebe es bei der Rathauserstürmung nichts zu holen. Trotzdem wolle er das Amtsgebäude natürlich verteidigen.









