Jugendherberge bald keine Flüchtlingsunterkunft mehr

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Bad Honnef-Selhof – Die Einrichtung des Deutschen Jugendherbergswerk (DJH) in Bad Honnef wird nur noch bis Endes des Jahres zur Unterbringung von Flüchtlingen genutzt. Der Betrieb als Landesunterkunft wird nicht über den 31. Dezember 2020 hinaus erfolgen. Alle 37 Bewohnerinnen und Bewohner wurden bereits über die Schließung informiert. Das teilt die Bezirksregierung mit.

Demnach sollen die Flüchtlinge bis Anfang Dezember in anderen Landeseinrichtungen untergebracht werden. Im Anschluss würde mit den Rückbauarbeiten der Jugendherberge begonnen.

Die Jugendherberge mit 185 Betten wurde insbesondere für Personen genutzt, bei denen eine Infektion mit dem Virus SARS-CoV-2 einen schweren Krankheitsverlauf nehmen könnte, sowie für Familien mit Kindern. Auf Grund der Lage, der Größe und Ausstattung war sie besonders für die Unterbringung dieser Personen aus der sogenannten Risikogruppe nach den Leitlinien des Robert-Koch-Instituts geeignet.

Das Anfang Oktober bekanntgewordene Infektionsgeschehen in der Unterkunft, bei dem drei Personen mit dem Coronavirus infiziert waren, verlief aufgrund des ausgefeilten Hygiene- und Schutzkonzeptes unspektakulär. Drei Personen hatten einen milden Krankheitsverlauf. Momentan ist keiner der Bewohnerinnen und Bewohner mit Covid-19 infiziert. Die letzte Quarantäne für drei Personen endete am Dienstag.

Der Beherbergungsvertrag zwischen dem Land NRW und dem Deutsches Jugendherbergswerk Landesverband Rheinland e.V. für die JH Bad Honnef war im Mai für ein halbes Jahr abgeschlossen worden. Seither standen die Bezirksregierung Köln, die Leitung der Jugendherberge, der Betreiber der Unterkunft vor Ort und die Stadt Bad Honnef in engem Kontakt und regelmäßigen Austausch.

“Die gute Vorbereitung und Durchführung des Betriebs, der enge und Kontakt unter allen Beteiligten und auch die solidarische Offenheit der unmittelbaren Nachbarschaft der Jugendherberge haben zu einem guten und reibungslosen Betrieb der Einrichtung maßgeblich beigetragen”, so die Stadt in ihrer Meldung.

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