Bad Honnef – Ratlosigkeit bei Kiezkaufhaus-Kunden. Gerade noch verschickte die Stadt eine euphorische Pressemeldung (die Honnef heute nicht veröffentlicht hat), dass verschiedene Bad Honnefer Unternehmen über das Kiezkaufhaus verkaufen wollen, da kursiert die Nachricht, dass die Wiesbadener Basisplattform, die von der Agentur Scholz und Volkmer betrieben wird, keine Bestellungen mehr annimmt. Über die läuft auch das Bad Honnefer Angebot.

So berichtet der Wiesbadener Kurier bereits am 13.1.2020, dass ab 31. Januar 2020 keine Bestellungen mehr möglich seien. Die Website solle zwar zunächst bestehen bleiben, doch ab heute könne nichts mehr bestellt werden.

Was das für Bad Honnef bedeutet, ist unklar. Die Pressestelle der Stadt war nicht zu erreichen.

„Für uns als Agentur war das Kiezkaufhaus ein Kraftakt, den wir so nicht mehr machen können“, zitiert der Kurier Daniel Sieben von Scholz und Volkmer. Wirtschaftlich rentabel sei das Kiezkaufhaus nicht mehr. Man habe zehn bis 15 Bestellungen am Tag gehabt, hätte aber 40 benötigt.

Der Kurier: „Es hat immer Spaß gemacht, seine Bestellung zu erhalten und den Prozess von A bis Z verfolgen zu können“, resümiert Sieben”. Wohin die Reise jetzt gehen soll, wisse die Agentur nicht, so der Kurier.

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Trotz starker Kritik am Konzept und der Marktfähigkeit für Bad Honnef hat die Stadt das Projekt durchgezogen und dabei 100.000 EUR Steuergelder investiert. Weitere 100.000 EUR Steuergelder flossen vom Land in das Projekt.

Im Januar veröffentlichte die SPD eine Pressemeldung und teilte mit, auf ihre Anfrage nach Zahlen zum Kiezkaufhaus hätte sie “Lyrik” als Antwort erhalten.

Seit Ende des Jahres ist die Fördermaßnahme abgeschlossen. Trotz Erfolglosigkeit führt die Stadt das Kiezkaufhaus weiter.