Bad Honenf. In München ließen die Dragons nichts anbrennen. Gegen die zweite Mannschaft der Bayern siegten sie heute klar mit 99:83 und liegen zumindest bis Sonntag auf dem ersten Tabellenplatz. Bereits zur Halbzeit führten die Gäste 53:40. Auch nach der Pause ließen sie nicht locker und holten das dritte Viertel mit 27:19. Erst um finalen Spielabschnitt schalteten sie einen Gang zurück und überließen es mit 24:19 den Gastgebern.
Justin Onyejiaka war mit 20 Punkten bester Werfer bei den Dragons. (Hh)
Starkes Dragons-Kollektiv gewinnt bei den Bayern
Bayern Basketball II – Dragons Rhöndorf 83:99 (20:24, 20:29, 19:27, 24:19) | Von Klaus Beydemüller
Rhöndorf liefert in München über weite Strecken der Begegnung eine überzeugende Vorstellung ab. Am Ende verbuchen die Dragons einen deutlichen 83:99-Sieg (40:53) über Bayern Basketball II. Unterm Strich ist der Gameplan der Rheinländer aufgegangen. Auch wenn Coach Max Becker in verschiedener Hinsicht Luft nach oben sieht, muss man seiner Truppe eine erstaunlich gute Frühform bescheinigen.
Die Bayern legten den etwas besseren Start in der Begegnung hin und führten nach vier Minuten mit 10:5. Rhöndorf wirkte aber keinesfalls beeindruckt. Power Forward Sahmi Willoughby stellte seine Vielseitigkeit unter Beweis, netzte zwei Dreier ein und Dušan Ilic (12 Pkt.) ließ einen weiteren Dreier zum 12:10 folgen. In dieser Phase machte sich die Länge der Hausherren noch beim Rebounding bemerkbar. München wirkte im Spielaufbau allerdings zunehmend unsicher, was vermehrte Ballverluste zur Folge hatte. So konnten die Dragons in der neunten Minute die Führung übernehmen (18:19), die sie im Übrigen bis zum Ende der Partie nicht mehr abgaben.
Im zweiten Spielabschnitt kam das Team von Headcoach Max Becker immer besser in Tritt. In der Defensive zog man die Zügel deutlich an, landete einige Ballgewinne und schaltete schnell um. Nach einem Doppelschlag von Kenan Reinhart (11 Pkt.) zog man in der 12. Minute erstmals zweistellig davon (20:30). Zwar hielten die Gastgeber vor allem durch Niko Jerkic (15 Pkt.), Nick Cevizovic (15 Pkt.) sowie Kilian Fischer (11 Pkt.) dagegen, doch Rhöndorf bekam die Partie zunehmend besser in den Griff. Auch weil Justin Onyejiaka von München nicht zu stoppen war. Bis zur Halbzeit konnten sich die Dragons mit 13 Punkten (40:53) absetzen.
Die Gastgeber gingen den dritten Spielabschnitt noch einmal mit Dampf an, konnten den Rückstand nicht entscheidend verkürzen. Und wenn sie im Begriff waren, das Momentum auf ihre Seite zu ziehen, konterte Rhöndorf eiskalt. Ab der 26. Minute setzten die Badestädter den finalen Punch: Für den Start der 10:2-Serie sorgte Malik Idbihi (10 Pkt.) mit zwei artistischen Layups, Sahmi Willoughby (17 Pkt.), Justin Onyejiaka (20 Pkt.) und Mychael Paulo (14 Pkt.) legten zur vorentscheidenden 78:52-Führung nach.
Der Schlussabschnitt hatte dann den Charakter eines Schaulaufens. Das letzte Aufbäumen von München blieb aus und Rhöndorf ließ die Zügel lockerer. So erlebten die Zuschauer noch das ein oder andere spielerische Glanzstück. Bei den Bayern waren es beispielsweise die ersten Punkte im Profi-Basketball des erst 15-jährigen Berin Nurkic sowie bei den Dragons-Fans das Comeback von Publikumsliebling Daniel Mayr nach langer Verletzungspause. Über das klare Endergebnis von 83:99 durften sich die Hausherren nicht beschweren. Den Ausfall von Andrija Susic konnte die junge Truppe von der Isar jedenfalls nicht kompensieren.
Rhöndorf kontrollierte Ball und Gegner eindeutig. Insgesamt war die Dragons-Defensive bissiger, was 15 Steals belegen. Im Spiel nach vorne gingen die Dragons schnell und schnörkellos zur Sache. Ein Beleg dafür sind 81 Feldkorbversuche, 19 mehr als die Bayern abfeuerten. Und die befürchtete Dominanz beim Rebound der Süddeutschen blieb aus. Nicht zuletzt punkteten bei den Rheinländern sechs Spieler zweistellig, wobei Justin Onyejiaka als Topscorer der Begegnung die starke Teamleistung wieder krönte.
Max Becker (Headcoach Dragons Rhöndorf): „Wir haben heute das Tempo des Spiels bestimmen wollen und dies auch geschafft. Unsere Tiefe hat heute den Unterschied gemacht und wir haben das Spiel kontrolliert. Dennoch gibt es viele Punkte, die wir noch verbessern können und müssen. Dennoch steht unter dem Strich ein erfolgreicher Saisonstart und das tut gut!“









