Rhöndorf – Hoch über Rhöndorf fand im Garten des Adenauer-Wohnhauses die erstmalige Verleihung des Konrad-Adenauer-Preises für französischsprachige Facharbeiten statt. Im Beisein ihrer Familien und des Enkels von Bundeskanzler Adenauer konnten die Gewinner ihre Preise annehmen.

Mit einem malerischen Blick über Rhöndorf ins Rheintal fand heute die Preisverleihung des neuen „Konrad-Adenauer-Europapreises für Facharbeiten in französischer Sprache“ im Garten des Wohnhauses von Bundeskanzler Adenauer statt. Stolz nahmen die Gewinner ihren Preis im Beisein ihrer Familien und Lehrer entgegen und sie richteten auch ein paar Worte auf Französisch ans Publikum.

Der 1. Preis ging dabei an Victor Kieffer aus Brauweiler aus Köln. In seiner Facharbeit widmete er sich den deutsch-französischen Staatsoberhaupt-Paaren De Gaulle und Adenauer sowie Macron und Merkel und stellte diese kritisch gegenüber. Lara-Sophie Broom gewann den 2. Preis für ihre Facharbeit über die Städtepartnerschaft zwischen Mechernich und Nyons. Den 3. Preis verdiente sich Carolin Wilkendorf für ihre Untersuchung der Mehrsprachigkeit in Belgien.

Mit dabei war auch Kanzler Adenauers Enkel Konrad Adenauer. Er leitet den Konrad-Adenauer-Freundeskreis, welcher auch das Preisgeld für die Gewinner sponsert. In seiner Ansprache erinnerte er an die schöne Zeit im Wohnsitz seines Großvaters, welcher für ihn immer noch ein Zuhause bedeutet. Corinna Franz von der Konrad-Adenauer-Stiftung sagte: „Kanzler Adenauer würde sich sehr freuen, wenn er wüsste, wie wir heute hier stehen und diesen Preis verleihen“. Der anwesende Enkel Adenauers bestätigte diese Aussage natürlich.

Die Veranstaltung hatte natürlich auch französischen Besuch. Dr. Landry Charrier, Leiter des „Institut Français Bonn“, sowie Bruno Girardeau, Attaché für Sprache und Bildung der französischen Botschaft, wohnten der Preisverleihung bei.

Die Idee für den neuen „Konrad-Adenauer-Europapreis für Facharbeiten in französischer Sprache“ entstand im vergangenen Jahr durch die „Stiftung Bundeskanzler Adenauer“, das Institut Français Bonn sowie das Büro für Sprach- und Bildungszusammenarbeit der französischen Botschaft. Anlässlich des 70-jährigen Jubiläums der Schuman-Erklärung soll der Preis zur Beschäftigung mit dem europäischen Gedanken einladen und als Gegenstück zum wachsenden Nationalismus dienen.

Im Jahre 1950 initiierte der damalige französische Außenminister Robert Schuman einen gemeinsamen deutsch-französischen Wirtschaftsraum für Kohle und Stahl, Kanzler Adenauer stimmte dem sofort zu. Dies wird als „Geburtsstunde des vereinten Europas“ gesehen. Die Facharbeiten sollen sich mit dem europäischen Einigungsprozess  sowie mit den deutsch-französischen Beziehungen beschäftigen. Auch im nächsten Jahr soll der Preis wieder verliehen werden, die Ausschreibung beginnt im Herbst 2020. Weitere Informationen dazu gibt es auf der Homepage der Stiftung Adenauerhaus.

Laurin von Speicher

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