Bonn/Bad Honnef. „Die Sicherheit aller Bürgerinnen und Bürger hat für die Bonner Polizei oberste Priorität. Wir tun alles dafür, dass die Menschen hier sicher leben können und sich auch sicher fühlen.“ Mit diesen Worten stellte Polizeipräsident Frank Hoever am Montag in Bonn die Kriminalitätsstatistik 2025 für den Zuständigkeitsbereich der Kreispolizeibehörde Bonn vor.
Die Zahlen zeigen: Die Gesamtkriminalität ist im Jahr 2025 im Vergleich zum Vorjahr deutlich zurückgegangen. Besonders erfreulich sei, so Hoever, dass auch die Fallzahlen in den Bereichen Gewalt- und Straßenkriminalität rückläufig sind. Dies sei das Ergebnis der engagierten Arbeit der Polizeibeamtinnen und -beamten, denen er ausdrücklich für ihren unermüdlichen Einsatz rund um die Uhr dankte.
Mehr Sexualdelikte und Kinderpornografie
Sorgen bereitet jedoch die Entwicklung in einzelnen Deliktfeldern. Straftaten gegen die sexuelle Selbstbestimmung nahmen im gesamten Zuständigkeitsbereich um 44 Fälle zu, im Bereich Kinderpornografie wurden 15 Fälle mehr registriert als im Vorjahr.
Diese Entwicklung spiegelt sich auch in Bad Honnef wider: Hier stieg die Zahl der Straftaten gegen die sexuelle Selbstbestimmung im Vergleich zu 2024 um 27 Fälle an.
Entwicklung in Bad Honnef im Detail
Neben dem Anstieg bei Sexualdelikten verzeichnete die Polizei in Bad Honnef auch Zuwächse bei weiteren Delikten:
- Rohheitsdelikte: +24 Fälle
- Einfacher Diebstahl: +29 Fälle
- Körperverletzungen: +20 Fälle
Demgegenüber stehen jedoch deutliche Rückgänge in anderen Bereichen:
- Straßenkriminalität: –91 Fälle
- Schwerer Diebstahl: –83 Fälle
- Vermögens- und Fälschungsdelikte: –112 Fälle
Damit zeigt sich auch für Bad Honnef ein differenziertes Bild: Während bestimmte Deliktbereiche deutlich zunehmen, gehen klassische Straßen- und Eigentumsdelikte spürbar zurück.
Sicherheit in einer wachsenden Region
Zum Polizeibezirk der Kreispolizeibehörde Bonn gehören auf einer Fläche von rund 600 Quadratkilometern die vier Stadtbezirke der Bundesstadt Bonn – Bonn, Bad Godesberg, Beuel und Hardtberg – sowie acht Kommunen des Rhein-Sieg-Kreises: Alfter, Bad Honnef, Bornheim, Königswinter, Meckenheim, Rheinbach, Swisttal und Wachtberg. In diesem Gebiet leben derzeit rund 570.000 Menschen mit steigender Tendenz und einer Vielzahl unterschiedlicher Nationalitäten.
Abschließend richtete Hoever seinen Dank auch an die Bürgerinnen und Bürger: „Mein Dank gilt darüber hinaus allen, die durch couragiertes Handeln oder über den Notruf 110 anderen in Notsituationen geholfen, Straftaten verhindert oder wichtige Hinweise gegeben haben.“
Die Statistik 2025 zeigt: Insgesamt ist die Region sicherer geworden. Gleichzeitig machen die steigenden Fallzahlen bei Sexualdelikten deutlich, dass Prävention, Aufklärung und konsequente Strafverfolgung weiterhin zentrale Aufgaben der Polizei bleiben – auch in Bad Honnef.











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