Nerven-Dragons verlieren in eigener Halle gegen Vechta II

21:21; 20:18; 20:28; 23:17; OT1 9:15

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Bad Honnef – Damit war nach dem Sieg gegen Iserlohn am vergangenen Wochenende nicht unbedingt zu rechnen. In eigener Halle unterlagen heute Abend die Dragons gegen RASTA Vechta II. Dabei hätte Devon Goodman kurz vor Ende der Partie alles klar machen können, verwarf aber unbedrängt. Für die Zuschauer war es wieder einmal ein Nervenspiel.

Devon Goodman

Mit viel Glück schafften die Hausherren am Ende der regulären Spielzeit den Ausgleich. In der Verlängerung waren die Gäste wurfstärker und siegten mit 99:93.

Zum Schluss hin gab Hallensprecher Roman Gisbertz noch einmal alles, versuchte, die Fans zum Toben zu bringen: „Das ist unsere Halle!“ Ob die Niederlage allerdings etwas mit dem Temperament der Zuschauer zu tun hatte?

Nun – am Willen der Spieler hat es vielleicht nicht unbedingt gelegen. Auffallend waren jedoch besonders die vielen benötigten Wurfversuche, um den Ball in den Korb zu bringen.  Selbst Superwerfer wie Devon Goodman und Florian Koch hatten heute Probleme, obwohl sie mit je 22 Punkten noch die zielsichersten Rhöndorfer waren. (Hh)


Dezimierte Dragons unterliegen nach Overtime

Von Daniel Stein

Vor 611 Zuschauern boten die Dragons Rhöndorf mit 7 aktiven Spielern Aufsteiger RASTA Vechta II eine Partie auf Augenhöhe, mussten aber aufgrund eigener Fehler und fehlender Energie das Parkett nach Verlängerung als Verlierer verlassen.

Wie bereits vor dem Jahreswechsel musste Headcoach Julius Thomas auf Zaba Bangala und Jonas Falkenstein verzichten, die beide in Zivil dem Spiel beiwohnten. Zumindest Forward Bangala wird aber in den kommenden Tagen zurück im Trainings- und Spielbetrieb erwartet.

Bei den Gästen fehlte mit US-Boy J.J. Culver ebenfalls ein Fixpunkt und der nominell beste Verteidiger im Team, was Gästetrainer Grühn zu einigen taktischen Änderungen veranlasste.

Wie zu erwarten, starteten beide Mannschaften auf Augenhöhe in die Partie und lieferten sich in der ersten Halbzeit einen engen Schlagabtausch, in dem sich kein Team merklich absetzen konnte. Seine bislang beste Partie im Drachen-Jersey lieferte Forward Adrian Bergmann ab, der von Downtown die letzten Punkte des ersten Viertels für die Hausherren markierte und den Abend mit 12 Zählern beenden sollte. Bis zum Pausentee gelang es keinem Kontrahent sich abzusetzen, und so mussten sich die Dragons ob vieler vergebener Chancen mit einer 2-Punkte-Führung nach 20 begnügen. (41:39)

Nach der Pause drehten die Gäste merklich auf und brachten mit einem zwischenzeitlichen 17:0-Lauf das Momentum klar auf ihre Seite. Besonders Aufbau-Routinier Kevin Smit setzte die offensiven Akzente und sorgte für die Struktur im Spiel des Vechtarer Nachwuchs. Ein entsprechender 61:67-Rückstand sorgte für die Druck bei den Hausherren, die sich nach Kräften gegen die Niederlage stemmten und angetrieben durch Flo Koch einen Weg zurück in die Partie fanden. Stramme 12 Punkte erzielte der routinierte Forward der Dragons, die kurz vor Ablauf der Spielzeit in Person von Capitano Paul Albrecht ausgleichen konnten. Der finale Wurf zum Sieg durch Kevin Smit verfehlte für die Gäste das Ziel im Anschluss deutlich.

In der Overtime erwischte Vechta den besseren Start und legte mit einem 8:2-Lauf den Grundstein für den Erfolg. Zu ausgepowert wirkten die Drachen, die vor allem in der Defense oftmals den entscheidenden Schritt zu langsam oder zu spät waren und so am Ende mit leeren Händen und einer 93:99-Niederlage im Gepäck in die Kabine gingen.
Besonders im 2-Punktebereich agierten die Dragons an diesem Abend zu schwach und versenkten gerade einmal 36% ihrer Wurfversuche. Zudem wurden stramme 12 Würfe via Block durch die Gäste vereitelt.

Weiter geht es für die Dragons mit dem Rückspiel des traditionsreichen Rhein-Derbys bei den RheinStars Köln am kommenden Samstag um 18:00 Uhr in der Kölner ASV Sporthalle.

Julius Thomas (Headcoach Dragons Rhöndorf): „Gratulation an Vechta zum Erfolg. Wir müssen uns nochmal genau anschauen, was hier heute falsch gelaufen ist. In der ersten Halbzeit haben wir mit zu wenig Energie gespielt, das war in der zweiten etwas Halbzeit besser. Da kann unsere knappe Rotation auch keine Entschuldigung für sein. Taktisch haben wir versucht auf mit einigen Anpassungen zu reagieren, aber Vechta hat darauf klug reagiert. Wir müssen unsere Energie aufs Spielfeld bekommen, ansonsten wird es in dieser Liga gegen jeden Gegner immer schwer werden.“

Hendrik Grühn (Headcoach RASTA Vechta II): „Wir sind erleichtert, dass wir nach unserer kleinen Durststrecke heute hier gegen einen starken Gegner einen Sieg holen konnten. Durch den Ausfall von J.J. Culver mussten wir taktisch etwas umstellen, was die Jungs gut gemacht haben. Unser primäres Ziel bleibt die Ausbildung unserer Spieler, aber wir sind natürlich froh über jeden Sieg, den wir in der ProB mitnehmen.“

Rhöndorf: Goodman (22/2-3er, 10 Assists), Wendeler (8), Buchholz (12/4), Koch (22/4), Nellessen (2), Albrecht (15/3, 12 Rebounds), Bergmann (12/2)

Vechta: Bijlsma (3/1-3er), Schillmöller (0), Bayram (20/5), Insinger (8/2), Smit (15/3, 8 Assists), Bühner (DNP), Okpara (16/1), Brodisch (DNP), Grünloh (16/1, 7 Rebounds, 5 Blocks), Bedime (19/1, 8 Rebounds, 5 Blocks), Giljan (2)

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