Ostermarsch in Bonn: Abkehr vom militärischen Denken und Handeln

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Gedenktafeln hinter dem Hontes | Foto: Hh

Bonn/Rhein-Sieg – Im vergangenen Jahr durfte der Bonner Ostermarsch nicht stattfinden. Das soll 2021 nicht passieren, so beschloss das Ostermarschbündnis in Videokonferenzen zur Vorbereitung.

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Gedenktafeln für gefallene Bad Honnefer hinter dem Hontes | Foto: Hh

Als Eckdaten wurden festgelegt:

Bonner Ostermarsch am Ostersamstag, 3. April 2021
14:00 Uhr Beginn der Demonstration am Beueler Rheinufer
15:30 Uhr Kundgebung auf dem Münsterplatz

Die bisher an den Vorbereitungsgesprächen und der Erarbeitung des Aufrufs Beteiligten im Bündnis Bonner Ostermarsch sind neben der veranstaltenden und verantwortlichen Gruppe „Hand-in-Hand-Mitsingensemble“ u. a. die Naturfreunde Bonn, Bonner Friedensbündnis, DFG-VK, Beueler Friedensinitiative, Friedensgruppe Beuel, Pax Christi, Vertreter*innen von Amnesty, attac, MediNetz, Seebrücke Bonn, Fridays for Future, der Bonnopoly-Chor, als Einzelpersonen der DGB-Vorsitzende, Mitglieder von SPD und Linke und weitere. Auch wir von weltoffen zählen zu den Unterstützern.

Am 11. Februar wurde der Aufruf beschlossen:

Gerechten Frieden schaffen – weltweit solidarisch!
Nein zu Aufrüstung, Waffenexporten und Krieg!

Im Schatten von Corona werden europa- und weltweit militärische Konflikte und Kriege ausgetragen – mit ungezählten Opfern. Waffenexporte erreichen neue Rekordhöhen. Das Er­gebnis: Tod und Zerstörung, Hunger und Flucht, Elendslager und Ertrinkende an Europas Außengrenzen.

Die Bedro­hungen der Menschheit sind nicht militärisch zu lösen, so die Inititiator:innen: „Die Bedrohungen der Menschheit heißen Klimakrise, Hunger und Pandemien – Resultate einer ungehemmten profit- und wachstumsorientierten Produktionsweise. Und diese Bedrohungen wachsen zusätzlich, wenn Milliarden in militärische Aufrüstung fließen statt in das Gesundheitswesen, in Bil­dung, in die Energiewende und den schonenden Umgang mit allen Ressourcen investiert zu werden.“

Weiter: „Unsere Sicherheit wird nicht durch neue Atombomber geschaffen, sondern durch den Ausbau des Gesundheits-, Bildungs- und Sozialwesens. Nicht durch neue Drohnen und Kriegswaffen, sondern nur durch einen solidarischen Zusammenhalt gegen die Gefahren von Hunger, Klimakatastrophen und Krankheiten. Wir brauchen Gerechtigkeit bei der Verteilung von Mitteln und Ressourcen, weltweit.“

Wir fordern eine Abkehr vom militärischen Denken und Handeln!
Das ist auch unser Auftrag an die nächste Bundesregierung:

Ernsthafte Schritte zur Abrüstung. Nein zum 2%-Aufrüstungs-Ziel der NATO. Abzug der Atomwaffen aus Büchel (Eifel), Beitritt zum Atomwaffenverbotsvertrag der UNO und vol­ler Einsatz für Abrüstungsabkommen. Keine bewaffneten Drohnen. Stopp von Rüstungsex­porten. Umwandlung von Militärbündnissen in zivile Sicherheitsbündnisse, die EU darf nicht weiter militärisch aufgerüstet werden.

Weitere Forderungen:

– Verstärkte Unterstützung internationaler humanitärer Organisationen zur Sicherstellung von Gesundheit und Versorgung Hilfebedürftiger und Geflüchteter.

– großzügige Aufnahme von Schutzsuchenden. Schaffung sicherer Flucht- und Migrations­wege, das Sterben im Mittelmeer und das Elend der Lager an den EU-Außengrenzen stop­pen!

– Solidarität und gerechte Handelsbeziehungen mit den von Krieg, Armut und Umweltzer­störung besonders betroffenen Ländern.

– Stärkung des solidarischen Miteinanders, auch durch gesetzliche Sicherung von armutsfes­ten Löhnen, bezahlbaren Mieten und ein existenzsicherndes Grundeinkommen.

Frieden und soziale Gerechtigkeit weltweit – dafür lasst uns streiten!
ostermarschbonn@lists.riseup.net

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Ostermarsch 2021 A4 1 002

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