Pandemie, Mountainbiking, Schulen: Bonn und Rhein-Sieg-Kreis tauschen sich aus

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Foto: Bundesstadt Bonn

Bonn/Rhein-Sieg-Kreis – Zu seiner ersten Sitzung unter Leitung von Oberbürgermeisterin Katja Dörner trafen sich am Dienstag,18. Mai 2021, virtuell der Verwaltungsvorstand der Stadt Bonn und die Verwaltungskonferenz des Rhein-Sieg-Kreises mit Landrat Sebastian Schuster an der Spitze. „Gut, dass wir diese Möglichkeit des Online-Treffens nutzen können, um uns wieder einmal auszutauschen“, waren sich Dörner und Schuster einig. Sie hatten allerdings seit Amtsantritt von Katja Dörner bereits mehrfach miteinander telefoniert.

Erstes Thema war die Pandemiebekämpfung, die nach einhelliger Meinung auf unterschiedliche Voraussetzungen stößt: hier ein Stadtgebiet mit einer jüngeren Bevölkerung, da ein großes Kreisgebiet mit vielen älteren Einwohnerinnen und Einwohnern. Die Abstimmungen und die Zusammenarbeit besonders auch der Gesundheitsbehörden sei gut. Stadt und Kreis wollen auch beide die neue Plattform zur Kontaktverfolgung IRIS nutzen, um möglichst einheitlich vorzugehen.

Ein Problem, das sowohl Bonn als auch dem Rhein-Sieg-Kreis zunehmend zu schaffen macht, ist die stark steigende Zahl an Fahrradfahrenden auf Mountainbikes, die auf der Suche nach unwegsamem, abgelegenem Gelände oft unberührten Naturbereichen großen Schaden zufügen. Stadt und Kreis wollen nun gemeinsam Maßnahmen erarbeiten, um dem entgegenzuwirken: Eine bessere Wegekennzeichnung soll ebenso dazu gehören wie gemeinsame Kontrollaktionen, um mehr Bewusstsein für den Schutz der Natur zu schaffen.

Wie eng verwoben Stadt und Kreis sind, zeigte sich einmal mehr beim Thema Schule. Hier wie da gehen Kinder in die Schulen, die nicht im jeweiligen Gebiet wohnen. Von den rd. 27.250 Schüler/innen an den o.g. weiterführenden allgemeinbildenden Bonner Schulen kommen 4.719 Schülerinnen und Schüler aus dem Rhein-Sieg-Kreis, insbesondere aus Alfter (1.127 = 22 % aller „Auswärtigen“) und aus Wachtberg (1.215 = 23,5 %). Bonn hat die Erwartung an den Rhein-Sieg-Kreis und hier besonders an die Gemeinden Alfter und Wachtberg, sich für eigene Schulstandorte für weiterführende Schulen stark zu machen. Die Stadt sieht sich mittelfristig angesichts steigender Schülerzahlen nicht mehr in der Lage, die Schulträgerrolle für die Nachbarkommunen in bisherigem Ausmaß wahrzunehmen, was auch für die Förderschulen, hier insbesondere mit dem Förderschwerpunkt Lernen, gilt.

Gemeinsam initiativ werden wollen Stadt Bonn und Rhein-Sieg-Kreis auch beim Thema Pflegeausbildung, weil der Bedarf an gut geschultem Pflegepersonal vor der wachsenden Zahl von älteren Menschen auch hier steigen wird. Einzelheiten dazu werden von den jeweiligen Fachbereichen ausgearbeitet.

 

 

 

 

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