Bad Honnef. Mehrere Jugendliche meldeten sich gestern nach 22 Uhr während der Veranstaltung “Rhein in Flammen” auf der Insel Grafenwerth mit starken Schwindelgefühlen bei den Rettungssanitätern. Eine 14-Jährige äußerte laut Polizeibericht den Verdacht, mit KO-Tropfen manipuliert worden zu sein. Die Geschädigten wurden zu weiteren Untersuchungen ins Krankenhaus gebracht

Hinweise zu dem Ermittlungsverfahren wegen gefährlicher Körperverletzung nimmt das zuständige Kriminalkommissariat 35 unter 0228/15-0 entgegen.

Bei sommerlichem Wetter feierten rund 120.000 Menschen im Zuständigkeitsgebiet der Bonner Polizei bei “Rhein in Flammen”. “Wir blicken auf einen rund 15-stündigen, intensiven Großeinsatz zurück. Wie in den Vorjahren waren wir mit dem Einsetzen der Dunkelheit mehr gefordert: Streitigkeiten, Randalierer und Körperverletzungen haben uns auf den Plan gerufen. Wie angekündigt sind wir frühzeitig und konsequent eingeschritten. Dieses Vorgehen hat sich auch in diesem Jahr wieder bewährt”, so der Einsatzleiter Polizeidirektor Andreas Piastowski.

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Bis 02:30 Uhr wurden insgesamt acht Personen zur Verhinderung weiterer Straftaten oder zu Durchsetzung von Platzverweisen in Zellen des Polizeigewahrsams gebracht. Zwei Personen wurden vorläufig festgenommen. Neben Körperverletzungen verzeichnete die Polizei vor allem Beleidigungen und Diebstahlsdelikte.

29-Jähriger bedrohte Polizeibeamten

Noch vor 19:00 Uhr endete die Veranstaltung für einen 29-jährigen Bonner im Polizeigewahrsam: Er hatte gegen 18:30 Uhr in der Rheinaue randaliert und mehrere Platzverweise missachtet. Ein bei ihm durchgeführter Alkoholvortest ergab einen Wert von rund 1,8 Promille.
Bei seiner Ingewahrsamnahme bedrohte er außerdem einen Polizeibeamten, weshalb ihn nun ein Ermittlungsverfahren erwartet.

35-Jährige warf mit Flasche

Mit einem Flaschenwurf versuchte eine 35-Jährige gegen 22:30 Uhr, die Maßnahmen der in der Rheinaue eingesetzten Polizeibeamten zu stören. Einem Platzverweis kam auch sie nicht nach und versuchte, eine Beamtin mit dem Ellenbogen ins Gesicht zu schlagen. Die Folgen: Durchsetzung des Platzverweises, Polizeigewahrsam und eine Strafanzeige wegen Widerstandes.

Zwei Männer vorläufig festgenommen – Verdacht eines Sexualdeliktes

Zwei 26 und 47 Jahre alte Männer wurden um 23:30 Uhr in der Nähe des Rosengartens wegen eines mutmaßlichen Sexualdeliktes vorläufig festgenommen. Die Ermittlungen hierzu dauern an.

Junge Frauen bedrängt

Gegen 23:45 Uhr meldeten sich zwei junge Frauen bei den Einsatzkräften, die im Gedränge vor der Hauptbühne aus einer achtköpfigen Gruppe heraus bedrängt wurden. Die Männer hatten den beiden zunächst ihre Hilfe angeboten, um aus der Menschenmenge zu gelangen. Auf dem Weg wurde dann eine der beiden unsittlich berührt.

Die Ermittlungen zum Geschehensablauf und zur Täterbeschreibung dauern an, Zeugenhinweise nimmt das Kriminalkommissariat 12 unter
0228/15-0 entgegen.

Über Facebook und Twitter informierte die Polizei Bonn während des gesamten Einsatzes über die Verkehrssituation, Sperrungen, die Auslastung der Parkplätze und das Einsatzgeschehen. Auf diesem Wege wurden mehrere zehntausend Personen erreicht. Die Mitarbeiter des Bürgertelefons der Polizei konnten insgesamt 16 Anrufern weiterhelfen.

 

 

 

 

 

 

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