Bad Honnef. Eigentlich sollte die neu gestaltete Rommersdorfer Straße ein Vorzeigeprojekt werden – moderne Fahrradstraße, neue Aufenthaltsqualität, zeitgemäße Infrastruktur. Und tatsächlich: Optisch wirkt der Straßenzug heute deutlich aufgeräumter und großzügiger als vor Beginn der Bauarbeiten. Doch nur kurze Zeit nach der offiziellen Freigabe mehren sich bereits die kritischen Stimmen.
Besonders problematisch erscheint vielen Anwohnerinnen und Anwohnern der Bereich in Höhe der Gesamtschule St. Josef. Dort, wo während der Planungs- und Bauphase eine grüne und klimaangepasste Gestaltung suggeriert wurde, dominiert heute vor allem eines: Asphalt, Steinflächen und Felsblöcke zum Schutz vor parkenden Pkw. Schatten spendende Bäume oder größere Grünflächen fehlen vollständig.
Gerade in den vergangenen heißen Tagen zeigte sich, welche Folgen das haben kann. Die Fläche heizte sich bereits spürbar auf. Die Kritik erinnert an Diskussionen um die mögliche Versiegelung von Selhof Süd, wenn hier auch ganz andere Dimensionen im Raum stehen.
Doch offenbar gibt es nicht nur beim Thema Aufenthaltsqualität und Begrünung Probleme.
Honnef heute wurde ein Video zur Verfügung gestellt, das die Situation am Montag vergangener Woche während eines kurzen, aber heftigen Hagel- und Starkregenschauers zeigt. Innerhalb kurzer Zeit sammelten sich große Wassermengen in der mittleren Straßenrinne. Das Wasser floss nur sehr langsam ab, teilweise staute es sich deutlich sichtbar auf der Fahrbahn.
Nach Einschätzung von Anwohnern könnten die vorhandenen Abläufe entweder nicht ausreichend dimensioniert sein oder ihre Anzahl sei zu gering. Die Sorge wächst deshalb vor möglichen Folgen bei längeren Starkregenereignissen.
„Was das bedeutet, wenn es mal zu einem längeren Starkregen kommt, will man sich gar nicht ausmalen“, sagt eine Anliegerin besorgt.
Das Video wurde nach Angaben der Anwohner bereits an die Stadt Bad Honnef weitergeleitet. Eine Reaktion oder Stellungnahme habe es bislang jedoch noch nicht gegeben.
Damit geraten ausgerechnet jene Aspekte in den Fokus, die bei modernen Straßenumbauten eigentlich als besonders wichtig gelten: Klimaanpassung, Entsiegelung und funktionierende Regenwasserableitung. Die kommenden Wochen dürften zeigen, ob nachgebessert werden muss – und ob die neue Rommersdorfer Straße tatsächlich den Anforderungen an eine zukunftsfähige Stadtgestaltung gerecht wird.














Irgendwie erinnert mich das an die Bahnhofstraße vor einigen Jahrzehnten. Straßenfläche wurde sehr schön gepflastert und dann wurde alles wieder entfernt und geteert, weil alles zu laut oder für die Pflastersteine die Straße zu viel befahren wurde…
Hier haben wohl „Traumtänzer“ wieder geplant, an der Wirklichkeit vorbei…Schade um das Geld (ist ja nur „Steuergeld“.
Der Anblick der Ecke Rommersdorfer / Bismarkstr. illustriert unser Dilemma…
Gibt es irgendetwas was ich konkret tuen kann um diesem Missstand adäquat zu begegnen?