Bad Honnef. „Die Anwohnerinnen und Anwohner haben jetzt nach der 21-monatigen Bauzeit eine hervorragend neue Straße hier, eine Fahrradstraße, die ihresgleichen sucht in Bad Honnef“, so Bürgermeister Philipp Herzog bei der heutigen Freigabe der Rommersdorfer Straße. Er erinnerte kurz an die ehemals große Bedeutung der Straße als Einkaufsstraße und darüber hinaus an die lange Geschichte, die diese Hauptverkehrsachse trotz ihres geringen Profils hatte und hat. Zudem hat sie eine große Bedeutung als Zuwegung zu den drei Schulen Gesamtschule, Siebengebirgsgymnasium und Grundschule Löwenburgschule und wird damit täglich von Hunderten Schülerinnen, Schülern und Eltern genutzt.
Gleichzeitig ist sie neben der Hauptstraße die wichtigste Verbindung der Innenstadt mit dem nördlichen Teil von Bad Honnef.
Herzog wurde bei dem Termin von Vertretern der Verwaltung, des Abwasserwerks und der bauausführenden Firma begleitet. Deren Chef wies auf die komplizierte Vorgehensweise und die vielfältigen Unwägbarkeiten in Form von verwinkelten Kanal- und Wasseranschlüssen sowie einer Vielzahl von Kabeln und Leitungen im Boden hin, die er so noch nie gesehen habe. Dennoch konnte die Baustelle vier Monate vor dem anvisierten Freigabetermin übergeben werden, worüber sich natürlich auch die Leiterin des Tiefbauamtes, Jutta Schmidt, freute. Sie erwähnte ebenfalls die tolle und vertrauensvolle Zusammenarbeit aller Beteiligten trotz der vielfältigen Schwierigkeiten.
Bäume pflanzen
Herzog ging auch kurz auf die Problematik der asphaltierten Teilfläche im Bereich der Gesamtschule ein und betonte, dass dies absolut unbefriedigend sei. Gleichzeitig verwies er auf intensive Gespräche mit dem Träger der Schule und betonte besonders, dass die Verwaltung der Stadt auf eine schnelle Änderung des gegenwärtigen Zustandes dränge. Er könne sich vorstellen, die Schülerinnen und Schüler gemeinsam mit der Stadtverwaltung Bad Honnef und dem Schulträger, dem Erzbistum Köln, in die Planungen einzubinden.
Und ja, es geht auch noch besser – nicht nur in der Rommersdorfer Straße. So ist seit heute in der Meldoo-App der Stadt Bad Honnef die Kategorie „Hier fehlt ein Baum“ eingerichtet. Und dies gilt nicht nur für den Platz an der Kreuzung Rommersdorfer Straße/Bismarckstraße, sondern für das gesamte Stadtgebiet. Der erste Baum, der über diese App gemeldet wird, wird vom Verwaltungsvorstand übernommen und betreut.
Fazit: Bauzeit nicht nur eingehalten, sondern sogar verkürzt, eine Straße, die sich sehen lassen kann, ein Bauvorhaben, bei dem der Kostenrahmen von 1,95 Millionen Euro eingehalten wurde – das gibt es heute nicht mehr allzu häufig in Deutschland. Bei den vielen künftigen Bauvorhaben in Bad Honnef, als nächstes wohl die Bismarckstraße (obwohl die Planungen erst im kommenden Jahr beginnen sollen), kann man nur sagen: Weiter so!
Rolf Thienen











