Schüler-Demo – B9 dicht

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Quelle: Schulelternbeirat

Remagen – Um 7:30 Uhr zogen heute die Schüler*innen des Franziskus Gymnasium Nonnenwerth auf die B9 und legten den Berufsverkehr lahm. Für ihr Anliegen ihre Schule zu retten, nahmen sie das allerdings gerne in Kauf, teilt die Pressesprecherin des Schulelternbeirat, Marie Schmidt, mit.

Initiiert und organisiert durch die Schülervertretung trafen sich nach eigenen Angaben rund 700 Demonstranten vor dem Bahnhof Rolandseck, um für den Erhalt des traditionsreichen Gymnasiums zu kämpfen. Zum Abschluss der Kundgebung sprach Remagens Bürgermeister
Björn Ingendahl zu den Schüler*innen und sicherte seine volle Unterstützung für den Verbleib der Schule auf der Insel zu. Auch der SEB-Vorsitzende Olaf Schmitz lobte das Engagement aller für den Erhalt der 175-jährigen Schule. Die Schülersprecher*innen bedankten sich abschließend bei ihren Mitschülern für das Engagement, den Zusammenhalt und die friedliche Demonstration.

„Wir sind hier, wir sind laut, weil man uns die Schule klaut“

Lautstark skandierten und sangen die Schüler*innen auf der B9 für den Erhalt ihrer Schule. Die Objektgesellschaft Meerbusch, vertreten durch Peter Soliman, erwarb 2020 die Insel und die „International School on the Rhine gGmbH“, ebenfalls vertreten durch Soliman, übernahm die Trägerschaft von den Franziskanerinnen. Im Sommer 2021 führte dann ein umstrittenes, vom Träger beauftragtes Brandschutzgutachten zur kurzfristigen Schließung des Schulgebäudes. Kürzlich trat zudem ein Exposé zutage, dass die Umsanierung des ehemaligen Klosters zu Luxuswohnungen in Aussicht stellte. Das warf für Schüler*innen, Eltern und Ehemaligen die Frage auf, ob nicht Immobiliengeschäfte statt des Schulbetriebs im Fokus der Objektgesellschaft stehen, die letztlich über eine Schweizer Holding kontrolliert wird. Soliman bestritt das laut GA.

Die Demonstration soll jetzt den Träger dazu bewegen, sich an die Absprachen zu halten und die Trägerschaft an die Elternschaft (vertreten durch das Schulwerk) zu übergeben. Auch das Schulwerk hatte schon Konsequenzen walten lassen: Da der Investor, der zugleich auch den Träger vertritt, nicht bereit war, die zweckgebundene Verwendung der Elternbeiträge zu bestätigen, stellten sie die Zahlungen (hauptsächlich Spenden der Eltern) ein.

 

 

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