Ergänzend möchte ich noch erwähnen, dass neben der genannten ökologischen, klimatischen, sozialen und städtebaulichen Schwierigkeiten, vor allem auch finanzielle Probleme durch die Bebauung von Selhof Süd entstehen.
Es gibt für den „erhofften“ Bevölkerungszuwachs von Bad Honnef, falls er denn gelänge, keinerlei Infrastruktur, wie KiTa’s, Schulen, Einkaufsmöglichkeiten, Straßen, städtische Ressourcen, Arbeitsplätze, etc. Zudem ist die demographische Entwicklung absehbar rückläufig.
Arbeitsplätze für Millionäre (die potentiellen Käufer solcher geplanten Immobilien in Selhof Süd) in 100-facher Anzahl gibt es nicht. Schulen und Kitas sind überfüllt. Andererseits sollen 30% der Fläche dem sozialen Wohnungsbau gewidmet werden. Bei geschätzten Baukosten von mind. 5000,-€ pro Quadratmeter müsste die Stadt (also alle Honnefer) bei einem daraus resultierenden Mietpreis von 27,-€/m2 für jeden Mieter mit Wohnberechtigungsschein mind. 20,-€/m2 dazuzahlen.
Es wäre also neben den aufeinanderprallenden Neu-Ghetto’s von Armen und Reichen ein zu erwartendes finanzielles Desaster für die ganze Stadt, zumal bei ausbleibendem Grundstücksverkauf die Stadt (also alle Honnefer) auf den Erschließungskosten sitzen bliebe, denn die Gelder werden von der NRW.Urban (kommunale Entwicklungsgesellschaft) nur vorgestreckt.
Rainer Busenbender,
Bürgerinitiative Grünes Band Bad Honnef










