SPD erschüttert über schlechte Finanzierung der Jugendarbeit – Spende an Jugendtreff übergeben

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Bad Honnef-Aegidienberg | SPD-Fraktionsvorsitzender Guido Leiwig konnte es nicht fassen, wie schlecht die Jugendarbeit in Bad Honnef finanziert wird. Nach einem Gespräch von SPD-Mitgliedern mit der Leitung des Jugendtreffs in Aegidienberg und des Stadtjugendrings sagte er: „Wir waren erschüttert, wie wenig Geldmittel für die operative Jugendarbeit zur Verfügung steht.“ Sinnvolle und notwendige Anschaffungen für die Arbeit mit den Jugendlichen seien somit unmöglich.

Deshalb starteten die Sozialdemokraten vor einigen Monaten einen Spendenaufruf. Der Erfolg konnte sich sehen lassen. 1308 EUR kamen zusammen. Mit dem Geld wurden neue Geräte wie Tischtennisnetze und Kopfhörer angeschafft und auch der vorhandene „Kicker“ konnte endlich repariert werden. Heute kam es im Jugendtreff zur symbolischen Spendenübergabe.

Tobias Karsten, Vorsitzender der SPD Bad Honnef: „Die Jugendarbeit vor Ort funktioniert nur, wenn ausreichend finanzielle und ideelle Unterstützung seitens der Kommunen vorhanden ist.“ Traurig sei es, dass der Jugendtreff in Aegidienberg keine Mittel habe, um diese sinnvollen Investitionen selbst vorzunehmen.

Die Jugendarbeit geriete in Zeiten knapper Kassen unter erheblichen finanziellen Druck, so Karsten weiter. Immer häufiger sehe sich die Verwaltung mit der Frage konfrontiert, ob Jugendarbeit eine Pflichtaufgabe der Kommunen sei. Dabei sei die rechtliche Situation der Jugendarbeit klar: „Es handelt sich um eine Pflichtaufgabe der örtlichen öffentlichen Träger der Jugendhilfe. Deshalb fordern die SPD-Fraktion und der SPD Ortsverein zukünftig die notwendigen Mittel für eine erfolgreiche Jugendarbeit bereit zu stellen.“

Die SPD-Politiker begrüßten es ausdrücklich, dass ab 2018 ein Sachkostenbudget „Offene Jugendarbeit“ mit zunächst 4000 € pro Jahr geplant sei, für sie ein „Meilenstein“ für eine erfolgreiche Jugendarbeit.

Seit 1999 existiert der Jugendtreff am Aegidiusplatz und hat einen wichtigen Stellenwert für die Jugendlichen im Alter von 9 bis 18 Jahren. Neben einem Jugendcafé und einem Kreativraum gibt es eine in der heutigen Zeit besonders wichtige Multi-Media-Corner.

Geleitet wird der Jugendtreff von Michael Neusel und betrieben vom Stadtjugendring. Besonders beliebt sind die Ferienaktionen für Kinder und Jugendliche, die ihre Ferien zu Hause verbringen und Sonderaktionen wie ein „Talentcampus“.

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