Bad Honnef. Die Diskussion um die neu ausgebaute Rommersdorfer Straße geht weiter. Nachdem Anwohner nach einem kurzen, aber heftigen Hagel- und Starkregenschauer Zweifel an der Leistungsfähigkeit der Entwässerung geäußert hatten, hat die Stadt Bad Honnef die Funktionsweise des Systems nun erläutert.
Auslöser der Debatte war ein Video, das Honnef heute veröffentlicht hat. Es zeigt, wie sich während des Unwetters größere Wassermengen in der mittleren Straßenrinne sammelten und sichtbar über die Fahrbahn abflossen. Einige Anwohner befürchteten daraufhin, die Zahl der Abläufe könne zu gering sein oder die Kanalisation sei nicht ausreichend dimensioniert.
Dieser Einschätzung widerspricht die Stadtverwaltung. Die Rommersdorfer Straße sei bewusst als niveaugleiche Verkehrsfläche mit einer sogenannten Mittelrinne ausgebaut worden. Anders als bei klassischen Straßen mit Bordsteinen und seitlichen Entwässerungsrinnen verfüge die Fahrbahn über einen V-förmigen Querschnitt. Dadurch werde das Regenwasser gezielt zur Straßenmitte geleitet und dort über Straßenabläufe in die Kanalisation abgeführt.
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Nach Angaben der Stadt wurde im Zuge des Umbaus sogar ein größerer Abflussquerschnitt geschaffen als zuvor vorhanden war. Sichtbar abfließendes Wasser in der Straßenmitte sei deshalb kein Hinweis auf eine Überlastung des Systems, sondern entspreche der vorgesehenen Funktionsweise.
Zudem verweist die Verwaltung auf ein Konzept, das bei modernen Straßenplanungen zunehmend berücksichtigt wird: Öffentliche Straßen dienen bei Starkregenereignissen als sogenannte Notwasserwege. Sie sollen oberflächlich abfließendes Wasser kontrolliert aufnehmen und ableiten, um Schäden an Gebäuden und Grundstücken zu vermeiden.
„Solange sich der Wasserlauf auf die dafür vorgesehene Mittelrinne und die Fahrbahn beschränkt und keine angrenzenden Grundstücke oder Gebäude erreicht, zeigt dies, dass das Entwässerungssystem wie geplant bei diesem Starkregenereignis funktioniert“, teilt die Stadt mit.
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