Stadt will sich um Johannes-Kirmes-Dilemma kümmern – Standortverlegung „untunlich“

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Bad Honnef | Sie brachte so manchen Einzelhändler dieses Jahr zur Verzweiflung: Die Johannes-Kirmes. Fast eine Woche blockierten die Schaustellergeschäfte die Innenstadt und verbauten dazu noch den Zugang zu einzelnen Geschäften. Die FDP-Fraktion wollte nun wissen, ob hier organisatorisch optimiert werden könnte, stellte unter anderem auch die Frage nach einem anderen Ort in den Raum. Die Verwaltung sagte nun zu, sich des Themas anzunehmen und vor allem für eine bessere Kommunikation zu sorgen.

Während die Kirmes in früheren Jahren ein Publikumsmagnet gewesen sei, hätten die Schausteller in den letzten Jahren einen spürbaren Besucherrückgang bestätigt, berichtete die Verwaltung gestern in der Ratssitzung. Dieses Jahr soll das Besucherinteresse so gering gewesen sein, wie noch nie. Als Begründung wurde eine umsatzstarke Kirmes in Much angeführt, die zeitgleich stattgefunden hat. Ebenfalls sei die Kirmes in den letzten Jahren nicht mehr in Form von Bannern und Plakaten beworben worden. Auch die Veranstaltung „Dîner en Blanc“, die samstags im Reitersdorfer Park stattgefunden hat, soll den Besucherstrom negativ beeinflusst haben.

Eine Standortverlegung auf die Insel oder den Rathausplatz hält die Stadt für „untunlich“, das es sich um eine kirchliche Brauchtumsveranstaltung handele und die Kirmes somit in unmittelbarem Bezug zur katholischen Kirche St. Johann Baptist stünde. Otto Neuhoff äußerte in der gestrigen Ratssitzung zusätzlich die Befürchtung, dass der Boden des Rathausvorplatzes der Kirmes gar nicht standhalten würde.

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