Bad Honnef

Steinschlag: Stadt verschließt sich nicht

Bad Honnef | Der Winzer Bobbi Pieper und sein Anwalt haben ein gerichtliches Vorgehen gegen die Stadt angekündigt. Sie begründen diesen geplanten Schritt mit dem Vorwurf, die Stadt habe es über Jahre versäumt, eine Lösung bezüglich der Steinschlaggefahr zu finden.

Dieses Vorgehen nimmt die Stadt Bad Honnef bedauernd zur Kenntnis und verweist auf die kontinuierlich geführten Gespräche mit den Beteiligten und den zuständigen Behörden. Hier wurde stets um eine wirksame und realisierbare Lösung gerungen und zwar auch unter Beteiligung des Winzers und seines Anwalts, die an solchen Behördengesprächen teilnahmen oder über Ergebnisse informiert wurden – dies insbesondere auf Grundlage der erzielten Einigung zwischen Winzer und Stadt auf eine gemeinsame Linie, die das Land in die Pflicht für die Weinbergsicherung nehmen sollte. Obwohl die Stadt sich wie die Winzer selbst als Geschädigte sieht, hat sie sich stets in der Verantwortung für eine tragbare Lösung gesehen, die sie allerdings nicht allein schultern konnte und schultern kann.

Schließlich gelang es Bürgermeisterin Feiden im Juli 2011 bei einem mit dem Umwelt-Staatssekretär vereinbarten Gespräch, das Land ins Boot zu holen. Über den Geologischen Dienst Nordrhein-Westfalen wurde eine geotechnische Beurteilung der Steinschlaggefährdung mit Empfehlungen zu Sicherungsmaßnahmen vom Ministerium in Auftrag gegeben. Die Ergebnisse des geotechnischen Fachbüros Prof. Dr.-Ing. H. Düllmann liegen der Stadt und dem Rhein-Sieg-Kreis seit April 2013 endlich vor. Mit der vorrangigen Aufgabe, die geeignete Maßnahme und deren Kosten zu ermitteln, wurde begonnen, Wege zur Finanzierung angedacht.

Dass in diese notwendigen Überlegungen die Weinbergsperrung für abhängig Beschäftigte durch die Bezirksregierung platzte, liegt bei allem Bedauern ihrer Folgen außerhalb der Einflussmöglichkeit der Stadt. Es gibt jedoch auch Anzeichen, dass diese Dramatik zu einer Beschleunigung der Behördenentscheidungen führen kann. Sollte es zwischenzeitlich Möglichkeiten geben, den Winzer zu unterstützen, so wird die Stadt sich sicher nicht verschließen. Abschließend kündigte Bürgermeisterin Feiden an, die Fraktionen unmittelbar nach ihrer Rückkehr aus dem Urlaub über den Sachstand zu informieren.

Foto: Junior-Chef Felix Pieper vor seinen Weinbergen

 

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