Sturm fordert Löschzug Aegidienberg – Königswinterer Wehr bislang neunmal im Einsatz

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Foto: Freiwillige Feuerwehr Bad Honnef

Bad Honnef/Königswinter – Bislang glimpflich verlief der heftige Sturm, der seit heute Nacht tobt, in Bad Honnef ab. Mit Stand 08:40 Uhr musste die Feuerwehr Bad Honnef fünf Mal ausrücken um umgestürzte Bäume wegzuräumen und ein beschädigtes Dach zu begutachten. Da durch die Beschädigung keine Gefahr ausging, wurde der Besitzer an ein Fachunternehmen verwiesen. 

Alle Einsätze beschränkten sich auf den Bereich Aegidienberg. Im Einsatz war jeweils der Löschzug Aegidienberg.

Die Feuerwehr Bad Honnef ist aber nicht nur im heimischen Bereich tätig, sondern zur Unterstützung des Stabes und des ELW2 auch in Siegburg.

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Einsatz Schmelztalstraße – Foto: Freiwillige Feuerwehr Bad Honnef

Königswinterer Feuerwehr stark gefordert

Heftiger waren bis 7.45 Uhr die Auswirkungen im Bereich Königswinter. Dort musste die Feuerwehr insgesamt neun Mal eingreifen. Unabhängig vom Sturm waren die Ehrenamtlichen seit dem späten Dienstagabend bei zwei weiteren Alarmierungen gefordert.

In Thomasberg war ein Baum auf einen Carport gestürzt und versperrte den Zutritt zu einem Wohnhaus. In Eudenbach beschädigte ein umgestürzter Baum ein Wohngebäude. Die Feuerwehr musste darüber hinaus umgestürzte Bäume und größere Äste auf der Landstraße 331 zwischen Königswinter und Ittenbach, in Komp und in Uthweiler von Fahrbahnen entfernen. Die Landesstraße 143 in der Nähe von Wahlfeld musste in der Nacht zeitweise auf Grund mehrerer umgestürzter Bäume gesperrt werden. Hier war zunächst eine Räumung der Fahrbahn auf Grund des anhaltenden Sturms zu gefährlich für die Einsatzkräfte. Später räumte der Landesbetrieb Straßen NRW die Bäume von der Fahrbahn.

„Insgesamt sind der Feuerwehr größere Schäden im Stadtgebiet bislang nicht bekanntgeworden. Mit weiteren sturmbedingten Einsätzen ist zu rechnen, so dass weiterhin zu Vorsicht geraten wird“, so die Königswinterer Wehr.

Im nächtlichen Sturmeinsatz waren die Einheiten Oelberg, Uthweiler, Ittenbach und Eudenbach.

Der Rhein-Sieg-Kreis meldet heute Morgen bislang 107 Feuerwehreinsätzen im Kreisgebiet. Betroffen war hauptsächlich das rechtsrheinische Gebiet, im Linksrheinischen blieb die Lage ruhig.

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Einsatz in Uthweiler – Foto: Freiwillige Feuerwehr Königswinter

Gefahren im Stadtwald nicht unterschätzen

Ergänzend den Hinweisen zu den amtlichen Unwetter- und Sturmwarnungen des Deutschen Wetterdienstes appelliert die Stadt Bad Honnef, die Gefahren während des Sturms und in den Tagen nach dem Sturm bei Besuchen im Stadtwald nicht zu unterschätzen. Förster Georg Pieper vom Fachdienst Umwelt und Stadtgrün erklärt: „Es muss auch in den Tagen nach dem Sturm jederzeit mit blockierten Wegen, herabfallenden Ästen und im schlimmsten Fall auch mit umstürzenden Bäumen gerechnet werden.“ Der Förster bittet eindringlich darum, in den nächsten Tagen auf Spaziergänge in den Wald oder am unmittelbaren Waldrand zu verzichten. „Viele Menschen sind sich der Gefahren nicht bewusst, die auch in den ersten Tagen nach einem Sturm von herabstürzenden Ästen ausgehen.“

Mit der Beseitigung von Gefahrenstellen und den Aufräumarbeiten wird der Fachdienst Umwelt und Stadtgrün voraussichtlich Anfang kommender Woche beginnen. Ein sofortiges Aufräumen im Wald sei nicht nur für das Personal zu gefährlich, es mache derzeit auch noch keinen Sinn, betont Förster Georg Pieper. Grundsätzlich gilt auch im Stadtwald das Landesforstgesetz: Das Betreten des Waldes geschieht demnach immer und insbesondere im Hinblick auf natur- und waldtypische Gefahren auf eigene Gefahr.

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Einsatz in Thomasberg – Foto: Freiwillige Feuerwehr Königswinter

Freitag weiteres Orkantief erwartet

Der Deutsche Wetterdienst kündigt für Freitag ein neues Orkantief an, dass sich von Westen her nähern soll. Im Tagesverlauf werde sich der Südwestwind kräftig auffrischen und am frühen Nachmittag bereits Sturmböen erreichen.

Im weiteren Nachmittagsverlauf und am Abend sollen die Böen zwischen 90 und 110 km/h erreichen, auch Orkanböen um 120 km/h aus westlichen Richtungen seien nicht ausgeschlossen.

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