Königswinter – Unter dem Motto „tierisch guter Artenschutz“ laden  die Milchschäferei Gut Felderhof und befreundete Schäfer am Sonntag, den 06.09.2020 von 11:00 – 17:00 Uhr auf die Weide an der Strasse „Auf dem Krebs“ in Königswinter-Rübhausen zum Tag der offenen Weide 2020 ein.

Einer der ältesten Berufe, wenn nicht sogar der älteste Beruf der Menschheit, nämlich der des Schäfers wird zunehmend seltener. Es gibt immer weniger Schäfer und somit auch immer weniger Schafe in Deutschland. Zur Zeit sind es nur noch gute 950 Berufsschäfer. Der Verlust von einer Million Schafe innerhalb der letzten 20-30 Jahre, nämlich von guten 2,5 Millionen in den
1980/90er Jahren auf mittlerweile nur noch 1,6 Millionen Schafe im gesamten Bundesgebiet sprechen eine eindeutige Sprache.

Besonders die deutsche Kulturlandschaft ist geprägt von einer unwahrscheinlichen Rassenvielfalt heimischer Rassen, Rhönschaf, Heidschnucke, Bentheimer Landschafe sind nur einige der über
70 verschiedenen Rassen die alleine schon in ihrem Namen auf ihren Ursprung und eine lange Tradition zurück blicken lassen. Leider sind aber auch viele dieser regionalen Rassen schon vom Aussterben bedroht. Dabei leisten Schafe und Weidetiere im Allgemeinen jeden Tag einen großartigen Beitrag zur Artenvielfalt und schützen den Menschen z.B. in der Deich- oder
Almenpflege mit ihrem täglichen Einsatz.

Als Schäfer*innen und Landwirt*innen möchte die Milchschäferei mit dem bundesweiten Tag der offenen Weide auf die Herausforderungen der artgerechten Weidetierhaltung aufmerksam machen und mit Bürger*innen und Vertreter*innen der Politik sowie Medien und Presse in den Dialog kommen und Einblicke in den Herdenschutz, zum Beispiel durch eine Vorführung zum Zaunbau geben. Viele Themen bewegen die Arbeit der Schäfer*innen. Nicht zuletzt die aktuelle Ausweisung eines großen Gebietsanteils als Wolfsgebiet.

Simon Darscheid

 

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