Bad Honnef/Bonn. Die Bonner Polizei registriert seit einigen Tagen wieder vermehrt Betrugsversuche durch Telefonbetrüger im gesamten Zuständigkeitsbereich. Nach aktuellem Stand blieb es jedoch bei Versuchen – in keinem der bekannten Fälle kam es zu einem finanziellen Schaden. Die Angerufenen reagierten richtig und beendeten die Gespräche.
„Die unterschiedlichen Formen des Telefonbetrugs beschäftigen uns weiterhin regelmäßig“, erklärt ein Ermittler der Bonner Kriminalpolizei. Zwar komme es vereinzelt noch zu hohen Vermögensschäden, gleichzeitig zeige sich aber, dass immer mehr Menschen die Maschen der Täter kennen und entsprechend reagieren.
Auch in Bad Honnef wurde eine Seniorin Ziel eines sogenannten Schockanrufs. Am Donnerstagnachmittag gegen 16.50 Uhr erhielt eine 88-jährige Frau im Ortsteil Aegidienberg einen Anruf eines angeblichen Polizeibeamten. Der Mann behauptete, ihre Tochter sei bei einem Verkehrsunfall ums Leben gekommen. Die Seniorin ließ sich davon jedoch nicht täuschen, ging auf die Forderungen des Anrufers nicht ein und verständigte stattdessen die Polizei.
Ähnliche Anrufe gab es auch in Bonn. In Auerberg kontaktierte ein falscher Polizist eine 94-jährige Frau und schilderte ebenfalls einen angeblichen schweren Unfall eines Familienmitglieds. Auch sie beendete das Gespräch. In Rüngsdorf versuchte ein Anrufer, sich als Kriminalbeamter auszugeben und eine 87-jährige Frau nach Wertgegenständen und Vermögen auszufragen. Dabei erzählte er die bekannte Geschichte von festgenommenen Einbrechern, bei denen angeblich ein Zettel mit der Adresse der Seniorin gefunden worden sei. Die Frau wurde misstrauisch und legte auf.
Die weiteren Ermittlungen hat das zuständige Kriminalkommissariat übernommen.
Die Polizei rät, bei solchen Anrufen grundsätzlich misstrauisch zu sein. Betrüger setzen ihre Opfer häufig unter Druck, schildern dramatische Notlagen von Angehörigen oder geben sich als Polizei- oder Justizbeamte aus. Betroffene sollten niemals persönliche Informationen oder Angaben zu Vermögenswerten am Telefon preisgeben und das Gespräch sofort beenden. Anschließend empfiehlt es sich, Angehörige oder direkt die Polizei zu kontaktieren.
Weitere Hinweise und Informationen zum Schutz vor Telefonbetrug stellt die Polizei auch im Internet bereit. Außerdem empfiehlt sie, mit Angehörigen und Bekannten über die Maschen der Täter zu sprechen, damit insbesondere ältere Menschen vorbereitet sind und solche Anrufe frühzeitig erkennen.












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