Bornheim. Die finanzielle Lage der Städte und Gemeinden im Rhein-Sieg-Kreis stand im Mittelpunkt der Mitgliederversammlung der Jungen Union Rhein-Sieg am Samstag, 24. Oktober, im Bornheimer Rathaus. In einem Leitantrag fordert der Parteinachwuchs, die allgemeine Kreisumlage möglichst auf 36 Prozent zu begrenzen. Damit soll die finanzielle Handlungsfähigkeit der 19 Städte und Gemeinden im Kreis gesichert werden.
Zugleich spricht sich die Junge Union für eine konsequente Fortsetzung der Haushaltskonsolidierung aus. Bund und Land müssten stärker an der Finanzierung kommunaler Aufgaben beteiligt werden. Die Finanzierungsbedarfe des Kreises und seiner Kommunen dürften dabei nicht gegeneinander ausgespielt werden, heißt es in der Mitteilung.
Finanzpolitische Verantwortung müsse auch die Generationengerechtigkeit berücksichtigen. Neben Einsparungen seien deshalb notwendige Investitionen in die Zukunft erforderlich.
Austausch mit Bornheims Bürgermeister
Bornheims Bürgermeister Mandt begrüßte die jungen Kommunalpolitiker im Rathaus und nahm sich nach Angaben der Jungen Union mehr als eine Stunde Zeit für den Austausch. Er würdigte die Nachwuchsorganisation als „digital, pragmatisch, frisch, zukunftsfähig“ und als „politischen Motor unserer lokalen Demokratien“.
Neben dem Leitantrag standen Delegiertenwahlen für den NRW-Tag der Jungen Union und den JU-Mittelrheintag auf der Tagesordnung.
Stadtentwicklung und Digitalisierung im Fokus
Beim anschließenden Kommunalkongress ging es um die Herausforderungen kommunaler Entwicklung. Fabiano Pinto, Technischer Beigeordneter der Stadt Königswinter, erläuterte die Bedeutung integrierter Stadtentwicklungskonzepte (ISEK). Entscheidend seien nicht allein umfassende Masterpläne, sondern vor allem eine klare strategische Richtung und der Mut, Veränderungen umzusetzen.
Kerstin Pliquett, Geschäftsleiterin des Dachverbands kommunaler IT-Dienstleister, widmete sich der Digitalisierung der Verwaltung. Sie zeigte Möglichkeiten auf, Verwaltungsabläufe effizienter zu gestalten, bürokratische Hürden abzubauen und Beschäftigte durch den Einsatz künstlicher Intelligenz zu entlasten.
Der nächste Kommunalkongress der Jungen Union Rhein-Sieg ist für die erste Jahreshälfte 2027 geplant.
Quelle: Junge Union Rhein-Sieg (redaktionell bearbeitet)









