Bonn. Die Reuterstraße kann temporär für den Schwerlastverkehr freigegeben werden. Die Bezirksregierung Köln hat in Abstimmung mit dem für Umwelt und Verkehr zuständigen Ministerium und dem LANUK NRW der Bitte der Stadt Bonn zugestimmt, das bestehende Durchfahrtverbot für Fahrzeuge über 3,5 Tonnen vorübergehend aufzuheben.
Die temporäre Öffnung kann ab dem 1. Mai 2026 für zunächst sechs Monate umgesetzt werden. Die Stadtverwaltung wird nun kurzfristig die konkrete Ausgestaltung ausarbeiten. Die geltende Tempo-30-Regelung wird beibehalten.
Mit dieser Maßnahme kann dem lokalen beziehungsweise regionalen Lkw-Verkehr eine direkte Umfahrung der derzeit für Fahrzeuge über 7,5 Tonnen gesperrten Nordbrücke der A565 ermöglicht werden. Eine Umleitung von der linksrheinischen A565 über Reuterstraße und Bundesstraße 9 Richtung Südbrücke (A562) und von dort zur rechtsrheinischen A59/B42 stellt die kürzeste Route dar. Darüber hinaus ist diese Verbindung deutlich leistungsfähiger als eine Abwicklung des lokalen/regionalen Schwerverkehrs über andere innerstädtische Routen wie die einspurige Kennedybrücke.
Das aktuell auf der Reuterstraße gültige Fahrverbot für Durchgangsverkehr ab 3,5 Tonnen geht auf den Luftreinhalteplan der Stadt Bonn aus dem Jahr 2009 zurück. Es musste – gemeinsam mit weiteren Maßnahmen – eingeführt werden, um die von der Europäischen Union vorgeschriebenen Grenzwerte für Luftschadstoffe einhalten zu können. Bereits seit einigen Jahren werden die Schadstoff-Grenzwerte nicht nur eingehalten, sondern deutlich unterschritten.
Monitoring mit Verkehrszählungen und -beobachtungen
„Unter der Maßgabe, dass diese Aussetzung zunächst als Verkehrsversuch für sechs Monate erfolgt und von entsprechenden Untersuchungen begleitet wird, konnte der befristeten Aussetzung zugestimmt werden“, schreibt die Bezirksregierung. Die Stadtverwaltung hatte bereits angekündigt, die temporäre Öffnung eng zu begleiten. Daher wird ein Monitoring mit regelmäßigen Verkehrszählungen und -beobachtungen erfolgen. Die zuständigen Fachbereiche der Stadtverwaltung werden die Inhalte und die Umsetzung des Monitorings konkret ausgestalten und mit dem LANUK NRW abstimmen. Nach drei Monaten erfolgt eine Evaluierung der Entwicklungen.
Information der Anwohner*innen geplant
Die Stadt plant, die Anwohner*innen der Reuterstraße vor Umsetzung der Maßnahme mit einem Informationsschreiben über die temporäre Öffnung der Reuterstraße zu unterrichten.
Stadt Bonn










