Auch die TV Eiche-Handballjugend leidet schwer unter den Begleiterscheinungen der Coronakrise

Bad Honnef – Der TV Eiche hat sich mit einigen digitalen Angeboten in der Krise gut geschlagen, doch gerade Kinder und Teamsportler leiden unter dem Dauer-Lockdown. Nun hat sich der Verein einem Positionspapier von 32 Großvereinen in Nordrhein-Westfalen angeschlossen.

32 Großclubs aus NRW haben in der vergangenen Woche ein Positionspapier zum Umgang mit den Corona-Verordnungen vorgelegt. Darin stellen sie deutliche Forderungen für Perspektiven auf. Das hängt auch mit der Zugehörigkeit zum „Freiburger Kreis“, einem bundesweiten Netzwerk großer deutscher Sportvereine, zusammen.

Die Initiative zum Schulterschluss ging vom TSC Eintracht Dortmund aus, der, wie viele andere auch, gravierende Mitgliederverluste beklagt. Auch der TV Eiche steht vor diesem Problem und hat sich daher der Initiative angeschlossen. „Wir haben mit einem Mitgliederverlust von ca. 14% zu kämpfen“, sagt Marita Weinberg, Vorsitzende des TV Eiche. „Schwerer zu verkraften sind die fehlenden Neueintritte, die den Verein über die nächsten Jahre beeinflussen werden.“ Zugleich fehlen die Kurseinnahmen vor allem im Gesundheitssportbereich, die in jedem Verein eine wichtige finanzielle Säule darstellen.

Gerade ab einer gewissen Größenordnung kommen Belastungen durch feste Mitarbeiter, eine eigene Sportanlage oder laufende Betriebskosten auf die Vereine zu, zusätzlich sind bei einer Wiederöffnung neue Ausgaben für Hygienekonzepte notwendig. Finanzielle Hilfen bekommen aber bisher nur die Vereine, die von der Zahlungsunfähigkeit bedroht sind.

Das Positionspapier fordert daher, um leistungsfähig zu bleiben, ein Sonderprogramm für Investitionen in innovative Outdoorangebote, einen Betriebskostenzuschuss für vereinseigene Anlagen, einen Bonus für gewonnene Neumitglieder, die Förderung hauptberuflicher Trainer sowie das Zusammentragen wissenschaftlicher Erkenntnisse für den Sport in der Pandemie.

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Marita Weinberg: „So gut wir auch versucht haben uns in den letzten Monaten digital aufzustellen, fehlen uns doch die Präsenzveranstaltungen. Reha, Fitness, Kindertraining – es liegt ja alles brach. Es wurden tolle Ideen entwickelt, aber Handballtraining, Budo und Geräteturnen lassen sich im Wohnzimmer nicht simulieren. Alle sind gebeutelt. Die Kinder lechzen nach einer Rückkehr.“

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