Uni Bonn: Wichtige Ausweichquartiere für das Hauptgebäude gefunden

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Ausweichquartier
Ausweichquartier Rund 22.000 Quadratmeter stehen in dem Bürogebäude an der Rabinstraße zur Verfügung. Foto: Volker Lannert/Uni Bonn

Bonn – Bedingt durch die anstehende Generalsanierung des barocken Uni-Hauptgebäudes ist die Universität Bonn derzeit auf der Suche nach Ersatzflächen für Forschung und Lehre. Ein wesentliches Ausweichquartier ist nun gefunden worden: Zum 1. Mai 2022 wird die Exzellenzuniversität das Bürogebäude an der der Rabinstraße 8 von der Immobiliengesellschaft Corpus Sireo übernehmen. Ein Jahr später wird die Universität ein weiteres Gebäude an der Poppelsdorfer Allee übernehmen.

Der Universität steht mit dem Gebäude an der Rabinstraße künftig eine Gesamtfläche von rund 22.000 Quadratmetern in zentraler Innenstadtlage zur Verfügung, auf denen insbesondere die geisteswissenschaftlichen Fakultäten untergebracht werden sollen, die bislang im Residenzschloss beheimatet waren. Die Katholisch-, Evangelisch-theologische und die Philosophische Fakultät räumen das barocke Gebäude vorübergehend, damit es in den kommenden Jahren grundlegend nach modernen technischen und energetischen Vorgaben saniert und für eine zukünftige Nutzung als Ort für exzellente Forschung und Lehre genutzt werden kann. Die Anforderungen des Brand- und Denkmalschutzes spielen ebenfalls eine zentrale Rolle bei den Planungen.

Das Mietverhältnis beginnt mit der Übergabe der Immobilie am 01.05.2022. Das Mietverhältnis läuft bis 2037, eine Verlängerung ist ausdrücklich möglich. Im Gebäude sollen vor allem Büros für die wissenschaftlich Beschäftigten der betreffenden Fakultäten untergebracht werden, aber auch Bibliotheksflächen, Seminar- und Besprechungsräume. Auch eine Tiefgarage im Untergeschoss gehört zum Objekt. Das Bürogebäude an der Rabinstraße 8 wurde in den 1990er Jahren nach Plänen von Krenz, Meier + Assoziierte (Planungsgruppe Bonn) als Schulungs- und Bürogebäude der Versicherung Deutscher Herold (später Zurich-Versicherung) erbaut.

In der Poppelsdorfer Allee wird die Universität ab etwa Mitte 2023 das Gebäude Poppelsdorfer Allee 31-33 übernehmen und bis 2038 mieten. Das ehemalige Hauptverwaltungsgebäude der Versicherung Deutscher Herold wird derzeit für die neue Nutzung vorbereitet. Rund 9.000 Quadratmeter Nutzfläche stehen dort als Ersatzunterbringung für die Universitätsverwaltung zur Verfügung.

Zentrale und verkehrsgünstige Lage

Mit den beiden Anmietungen sei der Universität ein wichtiger Schritt in Richtung auf ihre zukünftige Entwicklung gelungen, betont der Chef der Universitätsverwaltung, Kanzler Holger Gottschalk: „Wir schlagen so zwei Fliegen mit einer Klappe: Indem wir das Hauptgebäude frühzeitig freiziehen, schaffen wir die Voraussetzung für eine zeitnahe Sanierung durch den Bau- und Liegenschaftsbetrieb NRW. Gleichzeitig versorgen wir die betroffenen Fachbereiche mit hervorragend geeigneten Räumlichkeiten für Forschung, Lehre und Verwaltung in zentraler und verkehrsgünstiger Lage.“

Intensiverer Austausch über Fakultäts- und Disziplingrenzen hinweg

Die gemeinsame Unterbringung der geisteswissenschaftlichen Fakultäten in der Rabinstraße 8 sei der Universität ein großes Anliegen gewesen, betont Rektor Prof. Dr. Dr. h.c. Michael Hoch: „Die weitere Stärkung unserer Fakultäten ist eines der zentralen strategischen Ziele der Exzellenzuniversität Bonn. Nachdem wir mit den Planungen für die dringende Sanierung des Schlosses nun entscheidende Schritte vorangekommen sind, haben wir für die beiden Theologien und die Philosophische Fakultät eine hervorragende Zwischenlösung gefunden. Das Gebäude in der Rabinstraße eignet sich nicht allein für die Dekanate und Fachbereiche sehr gut, sondern ermöglicht gleichzeitig einen noch intensiveren Austausch über Fakultäts- und Disziplingrenzen hinweg.“

Die Universität Bonn ist mit sechs Exzellenzclustern die erfolgreichste Exzellenzuniversität in Deutschland. Im Rahmen ihres Zukunftskonzepts baut sie dazu komplementär sechs Transdisziplinäre Forschungsbereiche aus, in denen wichtige gesellschaftliche, technologischen und wissenschaftliche Zukunftsthemen aus vielerlei Perspektiven übergreifend bearbeitet werden.

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