Bad Honnef-Aegidienberg. Wiederkehrender Vandalismus auf dem Gelände der Theodor-Weinz-Schule und der Josef-Bellinghausen-Halle beschäftigt die Stadtverwaltung bereits seit mehreren Jahren. Jetzt hat die Verwaltung den politischen Gremien einen Bericht über die bisherigen Schäden und Gegenmaßnahmen vorgelegt. Demnach sind allein für Reparaturen und Schutzmaßnahmen bereits mehr als 70.000 Euro aufgewendet worden.
Auslöser des Berichts waren zwei Beschlüsse des zuständigen Ausschusses aus dem Jahr 2026. Die Verwaltung sollte über die bisherigen Maßnahmen gegen den Vandalismus informieren sowie den Aufwand und die Kosten für die Beseitigung von Verschmutzungen – insbesondere nach dem Jahreswechsel – darstellen. Zudem wurde einstimmig beschlossen, eine Wiederbelebung des Basketballplatzes oberhalb des Schulgeländes sowie mögliche weitere Nutzungen unter Berücksichtigung möglicher Immissionen zu prüfen.
Nach Angaben der Stadt kam es in den vergangenen Jahren immer wieder zu Beschädigungen an der Schule und der benachbarten Sporthalle. So musste ein beschädigtes Lichtband in der Josef-Bellinghausen-Halle erneuert werden. Die Kosten dafür beliefen sich auf rund 4.500 Euro.
Besonders schwer beschädigt wurde außerdem die abgehängte Decke im Eingangsbereich der Theodor-Weinz-Schule. Um weitere Schäden künftig zu verhindern, soll sie durch eine vandalismussichere Konstruktion ersetzt werden. Dafür sind rund 29.000 Euro eingeplant.
Hinzu kommen zahlreiche Beschädigungen an Regenrinnen, Fassadenelementen und am Blendschutz. Bei den notwendigen Reparaturen setzte die Stadt teilweise auf widerstandsfähigere Materialien, um die Gebäude besser gegen erneuten Vandalismus zu schützen. Dafür entstanden weitere Kosten von rund 32.500 Euro.
Auch in die Überwachung des Geländes wurde investiert. Für eine Videoüberwachungsanlage hat die Stadt bislang rund 4.200 Euro ausgegeben. Nach Angaben der Verwaltung soll das System künftig erweitert werden, um mögliche Verlagerungseffekte zu verhindern. Die Standorte der Kameras wurden in Abstimmung mit der kriminalpräventiven Beratung der Kreispolizeibehörde festgelegt.
Darüber hinaus fanden mehrfach gemeinsame Ortstermine mit der Polizei statt. Dabei wurde unter anderem angeregt, die Streifentätigkeit im Umfeld der Schule und der Sporthalle zu intensivieren.
Die Stadt kündigt an, die Entwicklung weiterhin genau zu beobachten und bei Bedarf zusätzliche Maßnahmen zur Verhinderung von Vandalismusschäden zu prüfen.
Unklar bleibt in der Vorlage allerdings, wie hoch der Aufwand und die Kosten für die Beseitigung der Verschmutzungen – insbesondere nach Silvester – tatsächlich waren. Obwohl dies ausdrücklich Bestandteil des politischen Auftrags war, enthält der jetzt vorgelegte Bericht dazu keine Angaben. Ebenso steht die Prüfung einer möglichen Wiederbelebung des Basketballplatzes noch aus.










