Vertreter:innen des Ordens und der Stiftung: Allenfalls mögliche Geschädigte

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Quelle: Franziskus Gymnasium Nonnenwerth

Nonnenwerth – Aufgrund einer Strafanzeige des Schulwerks Gymnasium Nonnenwerth e.V. und eines Elternteils hat heute die Staatsanwaltschaft Koblenz eine großangelegte Ermittlungsmaßnahme von Polizei und Staatsanwaltschaft durchgeführt. Laut des Franziskanerinnen von Nonnenwerth e.V. und der Angela von Cordier-Stiftung sei es dabei zu Missverständnissen gekommen.

In einer Erklärung teilen die beiden Organisationen am Abend mit, dass weder die Ordensschwestern der Franziskanerinnen von Nonnenwerth noch Angestellte und Vertreter des Franziskanerinnen von Nonnenwerth e.V. oder der Angela von Cordier-Stiftung  Beschuldigte des laufenden Ermittlungsverfahrens seien. „Wie uns die Staatsanwaltschaft bestätigte, werden sie allenfalls als mögliche Geschädigte angesehen. Von den Ermittlungsmaßnahmen waren wir als sogenannte Dritte betroffen, bei denen man hoffte, Beweismittel gegen den Beschuldigten zu finden“, so Sr. Maria Lay, Oberin der Maria Immaculata Kommunität Franziskanerinnen von Nonnenwerth und Dr. Hartmut Münzel, Vorstandsvorsitzender der Angela von Cordier-Stiftung.

Bei den bei ihnen durchgeführten Durchsuchungsmaßnahmen sei nichts beschlagnahmt worden. Die beiden Vertreter:innen der Franziskanerinnen von Nonnenwerth und der Angela von Cordier-Stiftung hätten Hinweise, „dass in der Strafanzeige möglicherweise Falschbehauptungen enthalten sind, die überhaupt erst dazu geführt haben, dass der Sache von offizieller Seite eine solche Bedeutung beigemessen worden ist. Wir werden dem nachgehen“.

Die heutigen Ereignisse seien für sie sehr überraschend und, „soweit sie uns betreffen, aus unserer Sicht nicht notwendig“.

 

7 Kommentare

  1. Dass Beteiligte an einer Razzia mit über 40 Beamte in 13 Objekten länderübergreifend(!) die „Ereignisse, soweit sie uns betreffen (als) aus unserer Sicht nicht notwendig“ bezeichnen, darf wohl getrost als Pfeiffen im Walde registriert werden. Aus welchem Grund hat denn die Staatsanwaltschaft überhaupt dann an die Klosterpforte geklopft? Um Ablass-Briefe als Bundesanleihen zu erwerben bestimmt nicht… Aber schön, dass die kurzfristig zum Schweige-Orden reformierten Franziskanerinnen von Remagen wieder ihre Stimme in der Öffentlichkeit gefunden haben. Rechtzeitig, um Licht in das Dunkel der Arbeitsgerichtsprozesse in Koblenz nächste Woche zu bringen???

  2. Interessant! Mehrere schriftliche Anfragen an die Franziskanerinnen von Nonnenwerth e.V. und die Angela von Cordier-Stiftung meinerseits und sicherlich auch zahlreicher anderer Betroffener mit der Bitte um Informationen und Hilfe für den Erhalt der Schule blieben unbeantwortet.
    Da muss erst die Staatsanwaltschaft vorbeischauen, damit es überhaupt zu einer Reaktion kommt. Diese wiederum spricht Bände.
    Kein Wort des Bedauerns, sondern nur die eigene Rechtfertigung. Offensichtlich war der Erhalt der Schule nie das primäre Ziel, sondern wirtschaftliche Interessen standen und stehen im Vordergrund.
    Ein unwürdiges Verhalten!

  3. Bei der „Sache“ handelt es sich um Kinder mit Zukunftsängsten. Hier sollte von offizieller Seite noch mehr Bedeutung beigemessen werden!

  4. Zum Glück sind die Schwestern nur als Dritte betroffen. Damit ist ja alles gut. Aber Moment
    mal: Warum will denn dann der nur drittbetroffene Orden angeblichen Falschbehauptungen in der Strafanzeige nachgehen? Sind die Schwestern eventuell doch mehr betroffen, als sie zugeben möchten?

  5. Hm, wenn für den günstigen Verkaufspreis von 12,5 Millionen keine vertragliche Zusicherung zur Weiterführung der Schule vereinbart wurde, also für den Orden die aktuelle Situation völlig o.k. ist … was dann?
    Sprich: Wieso wurde dann die Insel für weit unter Wert verkauft?

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