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Bad Honnef. Während auf dem Bad Honnefer Rathausplatz am Mittwochnachmittag noch die Aktion „Pink gegen Rassismus“ läuft, wird nur wenige Kilometer entfernt ein rassistischer Vorfall gemeldet. In Bad Godesberg beleidigen zwei Männer im Alter von 25 und 28 Jahren mehrere Passanten rassistisch. Die Polizei leitet Ermittlungen ein, die Tatverdächtigen werden später erkennungsdienstlich behandelt.
Der Kontrast könnte kaum deutlicher sein: Hier engagieren sich Schülerinnen und Schüler der Courage AG des Siebengebirgsgymnasiums gemeinsam mit Bürgermeister Philipp Herzog für Toleranz und Vielfalt – dort zeigt sich, wie präsent Rassismus auch heute noch ist.
Gerade deshalb sind Aktionen wie „Pink gegen Rassismus“ von besonderer Bedeutung. Sie machen sichtbar, was oft im Alltag verdrängt wird, und setzen ein klares Zeichen gegen Ausgrenzung und menschenverachtendes Verhalten. Die große Bereitschaft der Jugendlichen, sich aktiv einzubringen, unterstreicht, wie wichtig dieses Engagement ist.
Denn Schulen sind keine abgeschotteten Räume. Gesellschaftliche Entwicklungen und Konflikte spiegeln sich auch im Schulalltag wider. Umso entscheidender ist es, früh Haltung zu zeigen und für ein respektvolles Miteinander einzustehen.
Die Initiative „Pink gegen Rassismus“ wurde 2020 vom Duisburger Sportbund ins Leben gerufen und hat sich seitdem bundesweit verbreitet. Zahlreiche Sportbünde und Vereine haben sich angeschlossen, um gemeinsam ein Zeichen gegen Rassismus zu setzen.
In Bad Honnef beteiligt sich die Courage AG im Rahmen der Internationalen Wochen gegen Rassismus in diesem Jahr seit dem 16. März an der Aktion. Sie findet in Kooperation mit dem Kultur- und Sportamt sowie dem Kommunalen Integrationszentrum Siegburg noch bis zum 29. März statt.
Auch auf Kreisebene wird das Thema kontinuierlich aufgegriffen: Seit 2021 positionieren sich der Rhein-Sieg-Kreis und der Kreissportbund Rhein-Sieg e.V. gemeinsam im Rahmen der Aktionswochen gegen Rassismus.
Der Vorfall in Bad Godesberg zeigt eindringlich, dass Engagement gegen Rassismus kein symbolischer Akt bleibt – sondern notwendiger denn je ist.













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