Bad Honnef – Die Parkplatzsituation und die Gestaltung rund um die Sankt-Josef-Schule beschäftigen weiterhin Anwohnerinnen und Anwohner. In einem Leserbrief an den Kölner Erzbischof Rainer Maria Kardinal Woelki kritisiert Rolf Rainer Kubis die bisherige Haltung des Erzbistums Köln und fordert unter anderem zusätzliche Parkmöglichkeiten für Lehrkräfte sowie eine Umgestaltung der Außenflächen.
AN: Erzbischof Rainer Maria Kardinal Woelki
Generalvikariat
Marzellenstraße 32
50668 KÖLN
Bad Honnef, den 26. August 2026
Sehr geehrter Herr Erzbischof, sehr geehrter Herr Kardinal, sehr geehrter Herr Woelki,
mit diesem Schreiben nehme ich Bezug auf den Brief von Christa und Franz Hucklenbruch an das Erzbistum von Ende Juni/Anfang Juli 2026 .
Es stellt sich nicht zu Unrecht die Frage, ob dieses Schreiben von Ihnen oder Ihren Mitarbeitern/innen überhaupt wahrgenommen wurde. Der bisher vom Erzbistum Köln hinterlassene Eindruck ist „Nein“.
Da anscheinend nicht klar ist, an wen wir uns zu wenden haben, wenn es um ein solches Anliegen geht, habe ich mir erlaubt, Sie in dreifacher Form anzureden. Das könnte ja vielleicht helfen. Vielleicht versteht ein Herr Woelki das Anliegen der Honnefer Bürger besser als ein Herr Kardinal. Aber wo schon das Wort „Kardinal“ gebraucht wird, so erlaube ich mir, Sie auf die Etymologie des Wortes aufmerksam zu machen. Eigentlich sind Sie das „Scharnier“ („cardo“ im Lateinischen), das in der Lage ist, die Dinge in Bewegung zu setzen.
Mit welchem Öl können wir Ihnen dabei zu Hilfe kommen, damit sich das Scharnier endlich in die notwendige Richtung bewegt?
Die Lehrer der St. Josef-Schule haben keinen Parkplatz, sind also darauf angewiesen, die Parkplätze in den Nebenstraßen zu besetzen, wo es schon
a) an Parkplätzen mangelt
b) Eine größere Anzahl gehbehinderter Personen wohnt, die, nehmen sie nur für einen Arztbesuch ihr Auto, lange Wege zu Fuß zurücklegen müssen, um wieder nach Hause kommen zu können, weil inzwischen ihr Platz besetzt ist. Extrem „rücksichtsvoll“ seitens des Erzbistums Köln. Sichtlich fällt es Ihnen oder Ihren Mitarbeitern/innen schwer, sich die Dinge vor Ort anzuschauen, mit den Menschen Kontakt aufzunehmen, ins Gespräch zu kommen, Lösungen zu finden.
Wie ist doch die Etymologie des Wortes „Religion“? „Religere“ oder „relegere“ = „genau beobachten“ oder „noch einmal lesen“, und vor allem: „religare“ = „verbinden“. Ihr Verhalten bzw. das Verhalten Ihrer Mitarbeiter/‑innen belegt bis jetzt das Gegenteil. Würde die Etymologie des Wortes „Religion“ wirklich respektiert, hätte sich die katholische Kirche zahlreiche andere Probleme in ihrer Geschichte erspart. Auch das Aktuelle mit der Gestaltung der Umgebung Ihrer Schule. Als Ehepartner einer schwer gehbehinderten Frau, als Anwohner einer Straße, in der vier gehbehinderte Personen wohnen, als Bürger einer Stadt, die immer den Austausch von Ideen, Vorschlägen und Anregungen zum städtischen Leben gepflegt hat, ersuche ich Sie hiermit,
a) allen Lehrern der Sankt-Josef-Schule einen Parkplatz einzurichten
b) die Betonflächen umzugestalten
c) so die Parkplätze der Anlieger freizuhalten und umgehend ein konstruktives Gespräch mit den betroffenen Lehrern, Bürgern und der Stadt aufzunehmen. Belegen Sie, auch aufgrund Ihres Titels und Ihrer Aufgabe, dass Sie das Verbindende und nicht das Trennende suchen.
Mit freundlichen, aber auch sehr irritierten Grüßen
Rolf Rainer Kubis











muss eigentlich jeder Lehrer mit dem Auto kommen. in Honnef kann man alles schnell mit dem Fahrrad erreichen
Und was sollen die Lehrer/Innen und Mitarbeiter/Innen machen, die aus Ägidienberg, Vettelschloss, dem Neuwieder, Bonn-Siegburger oder sogar Kölner Raum kommen ? Ich habe mich oft mit einigen unterhalten, die jedesmal nach Parkmöglichkeiten suchen. So einfach sind die Dinge nicht.
Ein kurzer und sehr zutreffenden Kommentar von Wolfgang Brenne.
Wenn Sie mit dem Auto von Köln, von Siegburg, von Neuwied kommen, oder von der anderen Rheinseite, und die Nahverkehrsmittel nicht funktionieren, dann bleibt keine andere Lösung. Die Lehrer/Innen sind weiss Gott nicht alle aus Honnef und näherer Umgebung.
.lieber Rainer kubis, natürlich kommen nicht alle Lehrer aus Bad Honnef, aber mal grundsätzlich: muss jeder Arbeitgeber für einen Arbeitsnähen Parkplatz sorgen, ich meine nein, dafür ist auch in diesem Fall auch der Lehrer in der Pflicht zur Not muss man auch mal 15 laufen. gilt ihr vorwurf eigentlich nur der Kirche oder darf ich ihren Ärger auch an den Bürgermeister weiterleiten, denn sibi und Grundschule sind auch nicht weit. ich bin uebrigens ca. 40 Jahre mit dem Fahrrad nach Bonn, Königswinter und Bad godesberg zur Arbeit gefahren. hatte Dusche und Spind. war meistens schneller als die Autofahrer und befinde mich deshalb mit 78 Jahren noch bei guter Gesundheit.
Lieber Wolfgang Brenne,
danke für Ihre Antwort. Meinen Brief habe ich an den Bürgermeister weitergeleitet. Mein Ärger gilt einmal dem Erzbistum ( nicht der katholischen Kirche als solcher ), das sich einmal aus wichtigen Dingen heraushält, sich die Sachen nicht anschaut, und nicht den Kontakt sucht.
Sibi und Grundschule sind nicht weit, auch da gäbe es etliches zu besprechen.
Toll, dass Sie so lange mit dem Fahrrad gefahren sind. Kompliment. Ich bin auch viel gefahren, möchte aber wegen den Folgen eines schweren Arbeitsunfalls nicht mehr das Risiko eingehen, auf ein Fahrrad zu steigen. Wenn ich stürze, ist das meine Sache, wenn ich andere in Gefahr bringe, dann bin ich auf der falschen Schiene.
Ein anderer Punkt : den Informationen zufolge, die mir hinsichtlich des Projekts St. Josef zugänglich gemacht wurden, oder waren, war die Einrichtung von Parkplätzen eine der Voraussetzungen.
In der Gesamtlage Sibi, Grundschule, St. Josef wäre noch ein anderer Aspekt zu bearbeiten : es sollte grundsätzlich allen Schülern, egal welchen Alters, zur Pflicht gemacht werden, mit den öffentlichen Verkehrsmitteln zu kommen, soweit dies machbar ist. Sehr viele Parkplätze werden auch von den 18-Jährigen belegt, was ich für sehr unangebracht halte.
Mit herzlichen Grüssen
Rainer Kubis
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