Bad Honnef-Selhof – Dramatische Stunden erlebte eine Familie aus Selhof am frühen Morgen des 1. Dezember 2025: Ein Feuer zerstörte vollständig die Dachgeschosswohnung von Emilia Correia Neumann, ihren beiden Kindern und ihrer Schwester. Innerhalb kürzester Zeit stand der gesamte Wohnbereich in Flammen. Verletzt wurde niemand – doch zurück blieben nichts als verkohlte Balken und eine tiefgreifende Erschütterung kurz vor Weihnachten. Über einen Spendenaufruf konnten Sachspenden und über 50.000 EUR gesammelt werden. Und eine Wohnung für die nächsten Monate fand die betroffene Familie auch.
„Von ihrem Leben, wie sie es kannten, bleibt fast nichts übrig“, beschreibt es eine enge Freundin der Familie. Die Wohnung, erst vor wenigen Jahren liebevoll eingerichtet, ist komplett ausgebrannt. Während die drei Einheiten der Feuerwehr Bad Honnef mit einem Großaufgebot im Einsatz waren, konnten sie lediglich einen Dokumentenkoffer und das Schul-iPad des Sohnes aus den Flammen retten. Alles andere – Erinnerungsstücke, Kleidung, Möbel, persönliche Schätze – ist unwiederbringlich verloren.
Viele Menschen in Bad Honnef kennen Emilia Correia Neumann: eine junge Mutter, engagiert, herzlich, ständig mit einem offenen Ohr für alle um sie herum. „Ein Mensch, der für jeden da ist, ohne zu zögern“, sagt ihre Freundin Hannah Kuhlmann. „Jetzt braucht sie uns – und ich musste sie förmlich überreden, diesen Spendenaufruf überhaupt starten zu dürfen.“
Der Spendenaufruf auf der Plattform gofundme verbreitete sich schnell in Bad Honnef und darüber hinaus. Binnen kurzer Zeit erreichte das Spendenkonto über 50.000 Euro. Neben Online-Spenden brachten auch Privatpersonen Kleidung, Spielzeug und Alltagsgegenstände vorbei. So viel, dass die Menge an Sachspenden logistisch nicht mehr zu bewältigen war. Die Hilfsbereitschaft ist überwältigend – ein starkes Zeichen des Zusammenhalts in einer Zeit, in der für die Familie alles zusammengebrochen ist.
„Dank eurer Unterstützung konnte eine möblierte Wohnung gefunden werden, in die Emilia und ihre Familie für die nächsten Monate übergangsweise einziehen kann. Das bedeutet keine Notlösung, kein Provisorium, kein aufwändiges Renovieren oder Möbelbeschaffen vor den Feiertagen – sondern ein warmer, vollständiger Ort, an dem sie zur Ruhe kommen können“, schreibt Spendeninitiatorin Hannah Kulhmann heute auf gofundme
Für die Kinder sei das ein riesiger Schritt, um wieder etwas Normalität zu spüren. Für Emilia und Chayenne bedeute es: einmal durchatmen, ankommen, zusammen sein, die Weihnachtstage geschützt und gemütlich miteinander verbringen.
Hannah Kuhlmann: „Gerade nach dem, was in den letzten Tagen passiert ist, ist das mehr wert, als man in Worte fassen kann.“
„Da wir bereits so viel mehr erreicht haben, als wir jemals zu hoffen gewagt hätten, werde ich den Spendenaufruf bald stoppen – spätestens bei 50.000 Euro“, schreibt Freundin Hannah weiter. „Danke, dass ihr diese kleine Familie so großartig auffangt!“






