Zum Schutz des Einzelhandels. Und wer schützt die anderen?

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Keine Frage: Die Parksituation in Bad Honnef in den Griff zu bekommen, verlangt viel Kreativität. Was der Ausschuss heute Abend jedoch beschlossen hat, ist eine Beleidigung Bad Honnefer Bürgerinnen und Bürger, die in der „Zone A“ wohnen und keinen privaten Parkplatz haben. Sie sollen den öffentlichen unter der Laterne räumen und in der „Zone B“ parken. Was bedeutet das zum Beispiel für ältere Menschen oder Mütter mit Kindern, die gerade mit vollen Einkaufstaschen vom HIT kommen?

In der „Zone A“ sollen Parkflächen frei gemacht werden, „um die Fluktuation in der Innenstadt zu gewährleisten“. Hallo? Bad Honnefer Bürger sollen den Weg bereiten für mehr Kunden in der Innenstadt? Scheint einfacher zu sein, als das Problem Saynscher Hof zu lösen oder ein zielführendes Parkleitsystem zu installieren. Dann würden potenzielle auswärtige Kunden auch besser den Luisenparkplatz finden.

Bad Honnefer Bürgerinnen und Bürger mit ihren Fahrzeugen aus ihrem Veedel „Zum Schutz des Einzelhandels“ vertreiben – was sind das für Methoden? Was hat das mit dem Gleichheitsprinzip zu tun? Welche jungen Familien wollen unter solchen Bedingungen in Bad Honnefs Innenstadt ziehen? Und welcher „Vertriebene“ hat dann überhaupt noch Sympathien für die Fußgängerzone?

Kommentar zum Beitrag: Ausschuss will, dass Anlieger ihre Parkplätze für Kunden räumen