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Bad Honnef

Zwei Jahre nach der Flut – THW baut letzte Behelfsbrücke ab

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Fotos: THW Bad Honnef/Rolf Thomas Markert

Bad Honnef. Als im Juni 2016 nach heftigen Regenfällen in Wachtberg-Pech nahe Bonn „Land unter“ war, rissen die Fluten des heimischen Bachs auch drei Brücken mit sich. Bereits kurz darauf war das Technische Hilfswerk zur Stelle und errichtete Behelfsbrücken. Nachdem zwei dieser Brücken bereits abgebaut werden konnten, galt es nun am ersten November-Wochenende 2018 auch die letzte Brücke zu demontieren.

Insgesamt 60 Helfer der THW Ortsverbände Bad Honnef, Bergisch Gladbach, Bielefeld, Bornheim, Leverkusen, Köln-Nordwest, Köln-Ost, Mönchengladbach und Siegburg hatten sich daher am letzten Wochenende in Wachtberg eingefunden, um die sogenannte Krupp-D-Brücke mit einseitigem Fußweg abzubauen. Unter fachkundiger Anleitung der Fachgruppen „Brückenbau“ der Ortsverbände Bielfeld und Mönchengladbach, allem voran von Edgar Peters aus Mönchengladbach, zerlegten und verlasteten die THW-Kräfte die 24 Meter lange und rund 41 Tonnen schwere Brücke. Unterstützt wurden sie dabei von einem Schwerlastkran einer Spezialfirma, der die Brücke unter den Augen zahlreicher Schaulustiger und heimischer Presse zur endgültigen Demontage aus ihrer Position hob und auf einer benachbarten Wiese wieder abließ.

Nach insgesamt rund 22 Stunden, während dessen das Verpflegungsteam des Ortsverbandes Leverkusen unermüdlich für das leibliche Wohl sorgte, war die Arbeit getan und die Brücke, die zur Sicherstellung des öffentlichen Lebens in der Gemeinde unverzichtbar war, trat ihre Rückreise in ein Lager von Straßen NRW in Schiefbahn an. Dort wird sie eingelagert und für ihren nächsten Einsatz aufbereitet.

Für ihren Einsatz wurde den THW-Helferinnen und Helfern übrigens eine besondere Ehre zu Teil. Als Dank hatte die Gemeinde Wachtberg eigens eine Medaille in Auftrag gegeben, finanziert unter anderem durch eine Spende von Eugen Puderbach, dem Geschäftsführer der Regionalverkehr Köln GmbH. Diese Medaillen seien eine Anerkennung für das außergewöhnliche Engagement des THWs, betonte Bürgermeisterin Renate Offergeld und überreichte die Ehrungen in Anwesenheit von THW-Landesbeauftragtem für NRW, Dr. Hans-Ingo Schliwienski. Die Helfer hätten, so Offergeld, durch ihren Einsatz die verheerenden Schäden beseitigt bzw. abgemildert, die das Jahrhundertunwetter im Juni 2016 auf Gemeindegebiet von Wachtberg angerichtet hatte. Die Gemeinde habe dem THW viel zu verdanken. (R.T.M.)

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