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Rhein-Sieg/Bonn

44-jähriger Mann vermisst

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Rhein-Sieg-Kreis. Seit dem 6.12.2019 wird der 44-jährige Stefan K. aus Niederkassel-Mondorf vermisst. Er hatte seine Wohnung nahe der Mondorfer Hafenstraße am frühen Morgen zu Fuß verlassen und war bis zum Abend nicht zurückgekehrt. Das teilt heute die Polizei mit.

Der 44-Jährige leidet an einer psychischen Erkrankung und ist auf Medikamente angewiesen, die er nicht bei sich hat. Als er am Abend noch nicht zurückgekehrt war, erstatteten Angehörige eine Vermisstenanzeige. Nach polizeilicher Bewertung ist nicht auszuschließen, dass sich der 44-Jährige in hilfloser Lage befindet oder sich selbst in Gefahr bringt.

Die unmittelbar eingeleiteten Suchmaßnahmen bis in die Nacht hinein, auch mit Hilfe von Mantrailerhunden, führten nicht zum Erfolg. Am 07.12.2018 setzte die Polizei die Suche fort. Feuerwehrleute und Polizisten waren zu Fuß, mit Booten und einem Hubschrauber im Gebiet des Mondorfer Hafens und der Siegufer im Einsatz. Leider ohne Erfolg.

Die Polizei veröffentlicht nun ein Foto von Stefan K. und fragt: “Wer hat den 44-Jährigen seit seinem Verschwinden gesehen?” Wer den Vermissten antrifft, wird gebeten sich über Polizeiruf 110 zu melden.(Ri)

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Rhein-Sieg/Bonn

Volksinitiative „Aufbruch Fahrrad“ feiert Halbzeit

Viel Zuspruch für die Verkehrswende in Nordrhein-Westfalen

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Region. Am 3. Advent – ein halbes Jahr nach Start der Volksinitiative “Aufbruch Fahrrad”, die für besseren Radverkehr in Nordrhein-Westfalen wirbt – ziehen die Organisatoren eine mehr als zufriedene Bilanz. Innerhalb der vergangenen sechs Monate ist es der Kölner Organisation RADKOMM und dem Allgemeinen Deutschen Fahrrad-Club Nordrhein-Westfalen (ADFC NRW) gelungen, im ganzen Bundesland zahlreiche Unterstützer und Partner für “Aufbruch Fahrrad” zu mobilisieren. Ziel der Volksinitiative ist, den landesweiten Radverkehrsanteil bis 2025 auf 25% anzuheben.

Nicht nur die Zahl der bisher gesammelten Unterschriften ist enorm, auch die Zahl der Unterstützerinnen und Unterstützer, die hinter der Volksinitiative stehen, ist sehr groß. Mehr als 150 Vereine und Initiativen aus den Bereichen Umwelt, Verkehr und Nachhaltigkeit haben sich in einem schlagkräftigen „Aktionsbündnis“ zusammengeschlossen. „Die breite Allianz an Unterstützung für das Thema Fahrrad ist in der Geschichte unseres Bundeslandes einmalig. Dieses Echo zeigt, dass eine solche Volksinitiative längst überfällig war“, sagt Dr. Ute Symanski, Vorsitzende des RADKOMM e.V. und eine der Initiatorinnen der Volksinitiative, die am 16. Juni 2018 gemeinsam mit dem ADFC NRW ins Leben gerufen wurde.

Klimawandel: “Aufbruch Fahrrad” trifft Nerv der Zeit

„In Zeiten des Klimawandels treffen wir mit “Aufbruch Fahrrad” den Nerv der Zeit. Auch wenn die Zahl der gesammelten Unterschriften bis zum großen Finale am ersten Juni-Wochenende geheim bleiben wird, können wir zur Halbzeit eine sehr gute und zufriedene Bilanz ziehen. Die Resonanz ist riesig.“ Das sagt Thomas Semmelmann, Vorsitzender des Allgemeinen Deutschen Fahrrad-Clubs NRW und Mit-Initiator von “Aufbruch Fahrrad”. Die Bekanntgabe der Unterschriftenzahlen ist zum großen „Aufbruch Fahrrad“-Finale am ersten Juniwochenende 2019 geplant.

Langfristig soll in Nordrhein-Westfalen ein eigenständiges Gesetz für das Fahrrad entstehen, in dem ein festes Budget sowie konkrete Spielregeln und Maßnahmen für bessere Nahmobilität – also Rad- und Fußverkehr – festgeschrieben werden. Dass Veränderungen längst überfällig sind, zeigen die aktuellen Gerichtsurteile zu Diesel-Fahrverboten in NRW-Kommunen und die grundsätzliche Diskussion um schlechte Luft. „Wenn wir jetzt nicht handeln, verschlafen unsere Städte die Verkehrswende, dabei wäre mehr Radverkehr ein wichtiger Teil, um das Problem zu lösen. Die Voraussetzung dafür, ist die Verlagerung der kurzen Fahrten bis 5 km auf das Fahrrad. Dies würde 50 % aller Autofahrten ersetzen. Wenn wir weniger Autos in den Städten haben, dann würden wir über Diesel-Fahrverbote gar nicht mehr reden“, so ADFC NRW-Vorsitzender Thomas Semmelmann.

Verkehrswende: Mehr Platz für Radfahrende in unseren Innenstädten

„Nur das Fahrrad kann unsere Städte retten. Wir brauchen eine Verkehrsplanung, die den Rad- und Fußverkehr zu den wichtigsten Verkehrsträgern der Stadt macht. Wir müssen sofort damit beginnen, den Straßenraum neu aufzuteilen und den Menschen, die zu Fuß oder mit dem Rad unterwegs sind, den Großteil der Fläche zu geben“, fordert die RADKOMM-Vorsitzende Dr. Ute Symanski. Die Vertreterinnen und Vertreter der Parteien blicken mit großem Interesse auf die Fahrrad-Volksinitiative. Das Ergebnis wird Signalwirkung haben und zeigt jetzt schon, wie viele Bürgerinnen und Bürger sich eine neue Ausrichtung in der Verkehrspolitik wünschen.

„Mobile Weihnachtsmärkte“ zur Halbzeit am 3. Advent

Am 16. Dezember – genau 6 Monate nach dem Start der Volksinitiative – finden in verschiedenen Städten (Bad Honnef, Dortmund, Düsseldorf, Herford, Köln, Mönchengladbach, Münster, Unna) Weihnachtsaktionen in Form von „Mobilen Weihnachtsmärkten“ statt. Gestartet wird an zentraler Stelle. Genaue Informationen zu Uhrzeit und Treffpunkt finden Sie demnächst unter www.aufbruch-fahrrad.de und auf der Startseite des ADFC NRW unter www.adfc-nrw.de.

Fahrradklima-Test mit Rekordbeteiligung in NRW

Dass das Fahrrad als Verkehrsmittel der Wahl bereits angekommen ist, zeigen die hohen Beteiligungszahlen beim ADFC-Fahrradklima-Test. Bei dieser Befragung zur gefühlten Fahrradfreundlichkeit ihrer Stadt haben in NRW über 41.000 Menschen mitgemacht. Im Vergleich zur letzten Erhebung im Jahr 2016 konnte die Zahl der Teilnehmenden tatsächlich um 45 Prozent gesteigert werden. Hier wird deutlich: Das Fahrrad ist den Menschen wichtiger denn je. Die Ergebnisse des ADFC-Fahrradklima-Tests werden im Frühjahr 2019 veröffentlicht.

Über die Volksinitiative „Aufbruch Fahrrad“

Mindestens 66.000 Unterschriften innerhalb eines Jahres sind erforderlich, damit sich der Landtag NRW mit der Volksinitiative „Aufbruch Fahrrad“ und den Forderungen nach mehr Radwegen und Sicherheit im Straßenverkehr, mehr Fahrrad-Expertise in Ministerien und Behörden, finanzieller Förderung von Lastenrädern und kostenloser Mitnahme von Rädern im Nahverkehr beschäftigt. Die Projektsteuerung für die Volksinitiative liegen bei der Organisation RADKOMM e.V. aus Köln und dem beim Allgemeinen Deutschen Fahrradclub (ADFC) NRW. Auch der BUND NRW, NABU NRW, der VCD NRW, Robin Wood, Greenpeace oder das Institut für Kirche und Gesellschaft sind neben vielen anderen Mitglied im Aktionsbündnis, ebenso viele Orts- und Kreisverbände von ADFC und VCD oder lokale Initiativen. Eine komplette Übersicht ist unter www.aufbruch-fahrrad.de zu finden. Das Instrument der Volksinitiative versteht sich als „Verkehrswende von unten“ und hat seinen Ursprung in Berlin. Dort wurde am 28. Juni 2018 nach erfolgreichem Volksentscheid das erste deutsche Fahrradgesetz in Form eines „Mobilitätsgesetzes“ beschlossen.

Christina Wolff, RADKOMM

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Bad Honnef

Laut SPD bleiben Tafeln weiterhin auf großem Teil der Müllgebühren sitzen

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Bad Honnef/Region. Die Lebensmitteltafeln im Rhein-Sieg-Kreis leiden finanziell unter hohen Müllgebühren, die für Lebensmittelspenden anfallen, die nicht mehr an bedürftige Personen ausgegeben werden können und entsorgt werden müssen. Deshalb fordern die Träger der Tafeln eine Unterstützung des Kreises, um diese Lasten besser tragen zu können. Ein entsprechender Antrag fand zunächst im Kreissozialausschuss keine Mehrheit. Nun lenkte die schwarz-grüne Kreistagsmehrheit im Finanzausschuss teilweise ein, lehnte aber einen bedarfsdeckenden Zuschuss, wie ihn die SPD vorschlug, ab.

“Der Sinneswandel der schwarz-grünen Koalition war dringend notwendig, fällt aber allenfalls halbherzig aus. Denn mit den beschlossenen 10.000 Euro, die den Tafeln im Kreis nun allgemein zur Verfügung gestellt werden, können die Müllgebühren nicht annähernd gedeckt werden. Eine Abfrage der Kreisverwaltung hat jährliche Gebühren in Höhe von rund 17.000 Euro ergeben”, rechnete SPD-Fraktionsmitglied Mario Dahm im Ausschuss vor. Die SPD-Kreistagsfraktion beantragte daher die Bereitstellung mindestens dieser Summe, um die entstehenden Kosten zu decken, was mit schwarz-grüner Mehrheit abgelehnt wurde.

“Die Debatte um die Unterstützung der Tafeln bei den hohen Müllgebühren wirft kein gutes Licht auf die Koalition aus CDU und Grünen. Die Tafeln und ihre vielen ehrenamtlichen Helferinnen und Helfer leisten einen wichtigen Dienst an unserer Gesellschaft. Nun bleiben sie weiterhin auf einem großen Teil der Abfallgebühren sitzen”, kritisiert der SPD-Fraktionsvorsitzende Dietmar Tendler.

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Rhein-Sieg/Bonn

,,Gelbwesten“ wollen morgen Zebrasteifen in Bonn blockieren

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Bonn. Seit langem gibt es in ganz Frankreich große Proteste gegen soziale Kürzungen, die Steuerpolitik und Preiserhöhungen. Aus diesen Protest heraus sind die ,,Gilets Jaunes“ (dt. Gelbwesten) entstanden. Bei ihren Massenprotesten gegen die Energie- und Steuerpolitik wählen sie militante Protestformen, was zu medialer Bekanntheit führt.

Seit einigen Tagen erscheint eine deutsche Bewegung mit dem gleichen Namen, ,,Gelbwesten“, in sozialen Medien. Sie streben am 1.12.2018 um 12 Uhr eine bundesweite Aktion an, bei der sie massenhaft Zebrastreifen blockieren wollen. So wollen sie unter Anderem ein Zeichen gegen Luftverschmutzung und Dieselfahrverbote setzen.

Die deutschen ,,Gelbwesten“ stellen sich so dar, als wären sie politisch weder rechts noch links. Doch Paula Schmitt, die Pressesprecherin der Bonner Jugendbewegung, warnt: ,,Diese Bewegung wurde hier in Deutschland von extrem rechten Kräften aufgebaut. Melanie Dittmer von der Identitären Aktion und Thomas Matzke, der bei der AfD war, sind Mitinitiatoren dieser Aktion. Beide sind für extrem rechte Hetze bekannt. In ihren Forderungen gehen sie sogar soweit, dass sie das Parteiensystem abschaffen wollen. Sie dürfen auf keinen Fall an Zuspruch gewinnen.“

Bei ihrem bundesweiten Aktionstag sind die ,,Gelbwesten“ unter Anderem in Köln, Leverkusen, Siegburg und auch in Bonn am Bertha-von-Suttner Platz aktiv. ,,Gerade hier in der Umgebung dürfen wir nicht wegschauen! Allein im November gabs bei rechten Versammlungen mehrere Angriffe auf Gegendemonstranten und Unbeteiligte. Wir müssen dahin gehen und ggf. rechte Übergriffe verhindern.“, so Schmitt.

Bonner Jugendbewegung

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