60 hochwertige Nachpflanzungen in Bad Honnef

Von Thomas Heinemann

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Bad Honnef – Nach den Baumfällungen in den letzten Wochen hat der Fachdienst Umwelt und Stadtgrün begonnen, den Verlust von 30 Bäumen im Stadtgebiet durch Nachpflanzungen auszugleichen und den Baumbestand an einigen Standorten zu erhöhen.

„Hitze und Trockenheit der vergangenen Jahre, aber auch eine nicht standortgerechte Baumauswahl vor rund 40 Jahren hatten dazu geführt, dass viele der innerstädtischen Bäume erhebliche Vitalitätseinbußen hinnehmen mussten“, erklärt Philipp Siegel vom Fachdienst Umwelt und Stadtgrün der Stadt Bad Honnef: „Um eine Gefährdung der Verkehrssicherheit ausschließen zu können, mussten sie letztendlich entfernt werden.“
Viele Bäume, die in der freien Natur oder in Park- und Gartenanlagen über 100 Jahre alt werden können, schaffen es in der Stadt nur auf etwa 50 Jahre, erklärt Siegel: „Die Gründe hierfür liegen auf der Hand: Begrenzter Wurzelraum, Streusalzbelastung und klimatische Stressfaktoren wie Hitze und Trockenheit wirken auf die Bäume ein und werden durch den Klimawandel immer relevanter. Da es sich bei Baumstandorten im urbanen Bereich so gut wie immer um solche Extremstandorte handelt, ist eine sorgfältige Planung und Pflanzenauswahl mindestens genauso wichtig, wie die eigentliche Pflanzung und die anschließende Pflege der Gehölze.“ Dabei setzt die Stadt Bad Honnef primär auf Nachpflanzungen mit heimischen Bäumen.

Hier ist die Auswahl jedoch auf Arten begrenzt, die sich in langjährigen Versuchsreihen als besonders robust und stabil am innerstädtischen Standort bewiesen haben.
Um den neuen 60 Bäumen die größtmögliche Chance zu geben, sich am neuen Standort auch gut zu entwickeln, werden im Vorfeld der Pflanzung umfangreiche Maßnahmen zur Standortverbesserung getroffen. Das kann eine Verbesserung der vorgefundenen Bodenverhältnisse durch verschiedene Zuschlagstoffe oder im Extremfall ein kompletter Bodenaustausch sein. Häufig werden auch Systeme zur Wurzelbelüftung eingebaut, die den Luft- und Wasserhaushalt im Wurzelbereich verbessern sollen.

Philipp Siegel erklärt: „Sind die Standorte erst einmal vorbereitet, geht es an die eigentliche Pflanzung der Bäume. Bereits während der Pflanzung wird ein sogenannter Dreibock montiert, der die Aufgabe hat, die jungen Bäume in den ersten Jahren zu stützen. Was beim aufmerksamen Beobachter häufig zu Fragen führt, ist der Weißanstrich des Stammes, den die Bäume erhalten. Dieser Anstrich dient dazu, die Rinde an frostigen Wintertagen vor Frostrissen zu schützen. Durch die weiße Farbe wird nämlich das Sonnenlicht auf der Südseite der Stämme reflektiert, was den Temperaturunterschied zur Nordseite ausgleicht.“

Die auf diese Weise gepflanzten Bäume sollten dann in den nächsten Jahren gut anwachsen und somit das Klima und die Artenvielfalt in der Stadt nachhaltig für kommende Generationen verbessern.

 

 

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