Bad Honnef. Erst eine Veranstaltung alt ist die neue Saison im Kleinkunstkeller „Zeughaus hautnah“ der KG Löstige Geselle – und schon zeigt sich: Das Erfolgskonzept begeistert immer mehr Fans. Nach einem erfolgreichen Auftakt vor zwei Wochen mit den Bands „Bäd Honnef“ und „Band M“ vor ausverkauftem Haus stand am heutigen Abend ein besonderes Format auf dem Programm: ein „Abend der Sieger“.
Mit Max Scheer und Linus Grün betraten zwei Preisträger des ersten Bad Honnefer Kleinkunstpreises 2025 die Bühne – und lieferten ein ebenso abwechslungsreiches wie eindrucksvolles Programm.
Max Scheer überzeugte als Multiinstrumentalist und Songwriter mit großer musikalischer Bandbreite. Auf seiner aktuellen LP „HOME“ spielt er nahezu alle Instrumente selbst ein; lediglich für die Drums arbeitet er mit Schlagzeuger und Produzent Tobias Schneider zusammen. Auch live wurde schnell deutlich, was seine Musik auszeichnet: eine dynamische Gitarrenarbeit, eine kraftvolle, emotionale Stimme und Songs, die persönliche Geschichten erzählen – von Sehnsucht, Verlust, Ängsten und dem, was bleibt.

Einen stilistischen Kontrast setzte anschließend Linus Grün, der den zweiten Platz des Kleinkunstpreises gemeinsam mit Martin Siemes als Duo „Die Kneipenschuldiger“ errungen hatte. In Bad Honnef trat er diesmal solo auf – der Energie tat das keinen Abbruch. Mit seiner unverwechselbaren Mischung aus anarchischem Witz, musikalischer Wucht und Texten, die sich jeder Konvention entziehen, zog er das Publikum schnell in seinen Bann.
Für eine Überraschung des Abends sorgte Grün gleich selbst: Mit der Kölschrock-Band Aach un Kraach wird er am 4. Juli 2026 im Rahmen der Rhöndorfer Kirmes auf dem Ziepchesplatz auftreten. Ein Termin, der bei vielen Gästen direkt im Kalender gelandet sein dürfte.
Der „Abend der Sieger“ zeigte eindrucksvoll, welches kreative Potenzial in der Region steckt – und dass der Kleinkunstkeller „hautnah“ als feste Größe im Bad Honnefer Kulturleben nicht mehr wegzudenken ist.
Weiter gehts im Zeughaus am 17. April 2026, 20.30 Uhr, mit Ulrich Hülder und Wolfgang Wilke.












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