Alten- und Pflegeheime im Rhein-Sieg-Kreis zur Beteiligung an Qualitätssiegelvergabe aufgerufen

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Rhein-Sieg-Kreis | Der Schutz vor Infektionskrankheiten und multiresistenten Keimen liegt ihnen am Herzen: aus dem Grund hatte sich am 01.09.2010 das mre-netz regio rhein ahr gegründet.

Jetzt startet das bundesländerübergreifende Netzwerk eine Qualitätsoffensive zur Verbesserung der Hygienestandards in Alten- und Pflegeheimen. Die Aktion wird von den Gesundheitsämtern der Kommunen Bonn, Köln, Leverkusen, den Kreisen Rhein-Sieg, Oberberg, Rhein-Erft, Rheinisch Bergischer Kreis, Ahrweiler und Neuwied, die dem mre-netz angeschlossen sind, getragen. Die Überwachungsaufgaben der Gesundheitsämter werden um eine beratende und unterstützende Begleitung auf dem Weg hin zu verbesserter Hygiene erweitert.

Das Kreisgesundheitsamt des Rhein-Sieg-Kreises hat bereits alle Alten- und Pflegeheime sowie die Kinderpflegeheime des Rhein-Sieg-Kreises schriftlich und telefonisch über die Qualitätsoffensive unterrichtet. Zahlreiche Einrichtungen haben bereits ihre Teilnahme zugesagt.

Zehn Vorgaben müssen erfüllt werden, um das „Qualitätssiegel für Hygiene in Alten- und Pflegeeinrichtungen“ zu erhalten. Hierzu gehört unter anderem die Benennung eines Hygienebeauftragten; der Mitarbeiter oder die Mitarbeiterin wird in einem 100-Stunden-Kurs auf die Aufgabe hin ausgebildet. Weitere Vorgaben sind Fortbildungen für Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter, verbesserte Händehygiene, die Erfassung bestimmter Infektionsdaten, die Teilnahem an Qualitätsverbundveranstaltungen, das Erstellen von standardisierten Verfahrensanweisungen in wichtigen Pflegebereichen.

Die feierliche Übergabe des Siegels ist für das zweite Halbjahr 2015 geplant.

Bereits im vergangenen Jahr 2013 fand diese Qualitätsoffensive in den Krankenhäusern der Region statt.

Informationen zum Qualitätssiegel und zur Hygiene gibt es auf der Homepage des mre-netzes: http://www.mre-rhein-ahr.net.

Das „mre-netz regio rhein-ahr“ wurde am 01.09.2010 gegründet. Ziel ist es, den zunehmenden Problemen mit multiresistenten Erregern (MRE) wirksam entgegen zu treten. Das bundesländerübergreifende Netzwerk wird von den beteiligten Kommunen finanziert. Es werden zwei ärztliche MRE-Koordinatorinnen beschäftigt. Zum Aufbau und zur Unterstützung der Netzwerkstruktur gehört die Nutzung der wissenschaftlichen Infrastruktur und Expertise des Universitätsklinikums Bonn beziehungsweise des Instituts für Hygiene und Öffentliche Gesundheit. Mitglieder sind neben dem Universitätsklinikum Bonn der Rhein-Sieg-Kreis, der Oberbergische Kreis, der Rhein-Erft-Kreis, der Rheinisch-Bergische Kreis, die Bundesstadt Bonn, die Stadt Köln, die Stadt Leverkusen sowie aus Rheinland-Pfalz der Kreis Ahrweiler und der Landkreis Neuwied. (hei)

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