Bad Honnef. Das Bad Honnefer Aalkönigkomitee hat den Bundestagsabgeordneten und früheren nordrhein-westfälischen Ministerpräsidenten Armin Laschet zum kommenden Aalkönig der Stadt Bad Honnef nominiert. Die feierliche Inthronisation soll im Rahmen des 23. Bad Honnefer Aalkönigsfests am 30. Oktober 2026 im Forum der Gesamtschule St. Josef stattfinden.
Dort wird Laschet die Insignien der „Macht“ von der noch amtierenden Aalkönigin Marie-Agnes Strack-Zimmermann übernehmen. Die Übergabe gehört traditionell zu den Höhepunkten des Aalkönigsfests, das in Bad Honnef seit Jahren als feste Größe im gesellschaftlichen Kalender gilt.
Mit der Nominierung ehrt das Komitee eine Persönlichkeit, die nach eigenen Angaben wie kaum eine andere für Ausgleich, Gesprächsbereitschaft und gesellschaftlichen Zusammenhalt steht. In einer Zeit zunehmend polarisierter politischer Debatten setze Laschet ein Zeichen für Deeskalation und Dialog.
„Nicht derjenige ist stark, der am lautesten ruft, sondern derjenige, der auch in Stromschnellen den Kurs bewahrt und Menschen zusammenhält, wenn sie drohen auseinanderzudriften. Genau dafür steht Armin Laschet“, heißt es in der Begründung des Komitees.
Auch seine politische Biografie wird hervorgehoben: Geboren 1961 in Aachen, war Laschet unter anderem Stadtrat, Europaabgeordneter, Bundestagsabgeordneter, Landesminister sowie Ministerpräsident von Nordrhein-Westfalen. Im Jahr 2021 trat er als Kanzlerkandidat der CDU an. Das Komitee betont jedoch weniger die Ämter als vielmehr seinen persönlichen Politikstil, der von Menschlichkeit, Humor und Gesprächsbereitschaft geprägt sei.
„Armin Laschet verkörpert eine politische Kultur des Respekts, des Humors und des Ausgleichs. Auch auf politische Angriffe antwortete er nie mit Bitterkeit. Das nennen wir Größe“, so das Komitee weiter.
Hinter der Auszeichnung steht eine Initiative, die ursprünglich gegründet wurde, um den historischen Aalschokker „Aranka“ vor dem Verfall zu retten. Aus dem Projekt ist längst eine bürgerschaftliche Bewegung geworden, die das gesellschaftliche Leben in Bad Honnef aktiv mitgestaltet. Das Aalkönigkomitee versteht sich als Ausdruck gelebter Demokratie vor Ort: Verantwortung übernehmen, sich einbringen und konkrete Projekte unterstützen.
Seit 2003 konnten durch die „Idee Aalkönig“ nach Angaben der Organisatoren soziale Projekte in Bad Honnef und Umgebung mit über einer Million Euro gefördert werden. Der Anspruch bleibt dabei unverändert: Hilfe dort zu leisten, wo sie gebraucht wird – pragmatisch, lokal und unmittelbar wirksam.
Mit der Nominierung von Armin Laschet setzt das Komitee seine Tradition fort, Persönlichkeiten zu ehren, die für gesellschaftlichen Zusammenhalt und Dialog stehen – und verankert das Aalkönigsfest erneut als besonderes Symbol bürgerschaftlichen Engagements in Bad Honnef.
red / Aalkönigkomitee












Immer die kaste der Selbstdarsteller der Politiker, wieder ein Zuwachs für die AFD. Allerdings nicht von mir.
Das politische Erbe der Flutkatastrophe
Das Bild, das sich während der Flutkatastrophe im Ahrtal 2021 einbrannte – Armin Laschet lachend im Hintergrund, während der damalige Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier sprach –, ist für viele Menschen ein Symbol für mangelnde Empathie oder fehlendes Gespür in einer nationalen Krisensituation geworden. Für viele Betroffene und Beobachter bleibt dieser Moment ein wunde Punkt, der seine politische Glaubwürdigkeit nachhaltig beschädigt hat. Wenn eine solche Person für ein öffentliches Amt oder einen Ehrentitel nominiert wird, empfinden viele dies als eine Form der Ignoranz gegenüber dem Leid der Flutopfer.
Völlig überflüssig, dieser Titel. Und über Herrn Flaschen ist schon alles gesagt.