Bad Honnef – Angesichts der anhaltenden Hitzewelle hat die Stadt Bad Honnef die bereits während der Corona-Pandemie etablierte ehrenamtliche Einkaufshilfe wieder aktiviert. Das Angebot richtet sich insbesondere an ältere Menschen sowie Personen mit Vorerkrankungen, die durch die hohen Temperaturen gesundheitlich besonders belastet werden können.
Wie die Stadt mitteilt, sollen durch den Einkaufsservice unnötige Wege und körperliche Anstrengungen bei Temperaturen von teils deutlich über 30 Grad vermieden werden. Ehrenamtliche Helferinnen und Helfer übernehmen auf Wunsch Einkäufe und bringen Lebensmittel sowie Dinge des täglichen Bedarfs direkt zu den Betroffenen nach Hause.
Der Erste Beigeordnete Holger Heuser bezeichnete extreme Hitze laut Mitteilung als ein ernstzunehmendes Gesundheitsrisiko, insbesondere für ältere Menschen. Niemand solle sich verpflichtet fühlen, Einkäufe oder andere Besorgungen bei hohen Temperaturen selbst zu erledigen. Der während der Corona-Pandemie bewährte Einkaufsservice zeige zugleich die Bedeutung des gesellschaftlichen Zusammenhalts in Bad Honnef.
Die Stadt appelliert darüber hinaus an Angehörige, Nachbarinnen und Nachbarn sowie Freunde, ältere Menschen in den kommenden Tagen verstärkt zu unterstützen und regelmäßig nach ihrem Befinden zu fragen. Bereits kleine Hilfestellungen, etwa die Übernahme von Einkäufen, könnten eine große Entlastung darstellen.
Wer den Einkaufsservice nutzen möchte, kann sich per E-Mail an ehrenamt@bad-honnef.de oder telefonisch unter 02224/184339 an die Stadtverwaltung wenden. Nach Angaben der Stadt werden zudem weitere ehrenamtliche Helferinnen und Helfer gesucht. Interessierte können sich ebenfalls über die genannten Kontaktmöglichkeiten melden.
Verhaltensempfehlungen bei großer Hitze
Die Stadt Bad Honnef weist in diesem Zusammenhang auf mehrere Maßnahmen hin, die insbesondere älteren Menschen helfen können, gesundheitliche Risiken durch Hitze zu reduzieren:
- Aufenthalte im Freien möglichst auf die frühen Morgen- oder Abendstunden beschränken,
- während der heißesten Tageszeit kühle oder schattige Räume aufsuchen,
- regelmäßig ausreichend trinken, auch ohne Durstgefühl,
- körperliche Anstrengungen vermeiden,
- leichte, helle und luftdurchlässige Kleidung tragen,
- Wohnräume durch gezieltes Lüften sowie geschlossene Fenster und Rollläden kühl halten,
- auf Warnzeichen wie Schwindel, starke Erschöpfung oder Kreislaufprobleme achten,
- mögliche Wechselwirkungen von Medikamenten mit hohen Temperaturen überprüfen lassen.
Außerdem empfiehlt die Stadt, Unterstützungsangebote wie den Einkaufsservice in Anspruch zu nehmen oder Hilfe aus dem persönlichen Umfeld anzunehmen.










