Schwere Zeiten für Bürgermeister Otto Neuhoff, den Ersten Beigeordneten Holger Heuser und das Rathausteam

Bad Honnef – Zum ersten Mal berichtete die Stadtverwaltung Bad Honnef heute Nachmittag im Ratssaal vor der Presse über die Situation der Stadt in Zeiten von Corona. 22 positiv getestete Covid-19-Fälle seien zurzeit bekannt. Am Abend meldete der Kreis bereits 26 Fälle.

Mit der Strategie “Aufklären. Überwachen. Helfen.” wolle man durch die Krise kommen, erklärte der Erste Beigeordnete, Holger Heuser. “Aufklären” bedeute, “wir stehen zusammen – auch mit Abstand”, “Überwachen” stehe für den Vollzug der Corona-Schutz-Verordnung NRW und mit “Helfen” seien besondere Angebote und Informationen für Risikogruppen sowie die wirtschaftliche und soziale Herausforderung durch Covid 19 gemeint.

In den nächsten Tagen soll mit der Verteilung von Plakaten begonnen werden, die darauf aufmerksam machen, was “angesagt” und was “abgesagt” ist, beispielsweise zum Thema Hygiene ist Händewaschen “angesagt” und sich die Hand geben “abgesagt”.

Eine große Aufgabe ist die Überwachung der Verordnung zum Schutz vor Neuinfizierungen durch das Ordnungsamt. Um sie bewältigen zu können, sei das Personal im städtischen Außendienst verdoppelt worden, so Hauser. Mit der Einführung eines Zwei-Schichten-System will die Stadt für mehr Präsenz in den Nachmittags- und Abendstunden sorgen. Hauser ließ keinen Zweifel daran, dass Verstöße konsequent verfolgt würden.

Die Sicherstellung der Kinderbetreuung für sogenannte Schlüsselpersonen wird in 10 Kitas umgesetzt. Zurzeit würden dort 30 Kinder betreut, berichtete Hauser. Wichtig: Kinder können weder die Einrichtung noch die Gruppe wechseln, die Bezugs- bzw. Kontaktpersonen bleiben dieselben und das Angebot gilt bereits ab einem Elternteil als Schlüsselperson. Hauser erinnerte daran, dass die Stadt zunächst im April auf die Erhebung von Elternbeiträgen verzichtet.

Bei den Hilfsangeboten für Risikopersonen, Menschen, die unter Quarantäne stehen oder aus gesundheitlichen Gründen ihre Wohnung nicht verlassen können arbeitet der Fachdienst Soziales und Asyl eng mit der Aktion Bad Honnef hilft zusammen. Dabei gehe es um die Vermittlung von Paten für Hilfs- und Einkaufsdienste, berichtete die Fachdienstleisterin Nadine Batzella. Aktuell werden 20 Bürgerinnen und Bürger begleitet, 100 Helferinnen und Helfer stehen zur Verfügung. Batzella: “Schützen Sie sich und nehmen Sie das Angebot in Anspruch.” Zuständig sind Jessica Voß (Tel. 184198) und Felix Trimborn (184185). Die Mailadresse lautet sozial@bad-honnef.de.

Der Lieferdienst des Kiezkaufhauses wird in Zukunft die Aktion Bad Honnef hilft unterstützen und auch die Zulieferung verschiedener gastronomischer Angebote für eine Gebühr von 3 EUR pro Lieferung mit übernehmen (Tel. 1876339, Mail: kiezkaufhaus@bad-honnef.de).

Ob die Bad Honnefer Veranstaltungen im Rahmen des Beethovenjubiläumsjahres planmäßig stattfinden können, sei noch nicht geklärt, so Bürgermeister Otto Neuhoff. Er geht nicht von Absagen aus, eher von Terminverschiebungen.

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