Kirche wollte „sittliches“ Baden im Rhein

Vortrag im Siebengebirgsmuseum

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Badeschiff in Königswinter - Quelle: Siebengebirgsmuseum

Königswinter – Für die Menschen im Siebengebirge bot der Rhein lange den perfekten Ort für Bade- und Schwimmvergnügen aller Art. Seit 1800 entstanden neben offenen Badestellen am Rhein die ersten Badeschiffe. Sie waren eher eine Art Tauchbecken und boten wenig Platz zum „richtigen“ Schwimmen.

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Mit dem steigenden Bedürfnis nach Luft, Sonne und Bewegung verloren die engen dunklen Badeschiffe an Attraktivität. Strandbäder entstanden, im Siebengebirge zuerst 1912 in Oberkassel. Dr. Christiane Lamberty berichtet in ihrem Vortrag nicht nur über die Geschichte der Bäder, sondern dokumentiert auch die wachsende Freizügigkeit in der Badebekleidung. Zeitweilig fiel sogar die Geschlechtertrennung.

1929 kam es im Siebengebirge zu scharfen Auseinandersetzung um die Möglichkeiten „sittlichen“ Badens. Nach großem Protest der Kirche wurden die Regeln für das gemeinschaftliche Baden wieder verschärft.

Badespaß am Rhein
Mi, 25. Mai 2022, 18 Uhr, Siebengebirgsmuseum Königswinter

Kostenbeitrag: 7 Euro, ermäßigt 5,50 Euro Dauer: ca. 1 Stunde

 

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